Unternehmerin des Monats

Jeden Monat wählen wir die "Unternehmerin des Monats" aufgrund ihrer besonderen unternehmerischen Leistung aus und laden sie zu unserem Unternehmerinnen-Interview ein. 

 

Um die Antworten zu sehen, klicken Sie bitte einfach die Fragen an, dann öffnet sich das entsprechende Textfeld.

 

Sollten Sie eine Unternehmerin kennen, die unbedingt zur Unternehmerin des Monats gekürt werden sollte, so schicken Sie uns Ihren Vorschlag mit Begründung an Unternehmerin-des-Monats@unternehmerinnen-schule.de

 

Wir wünschen Ihnen nun viel Spaß und ebensoviel Inspiration bei den interessanten, frischen und zum Teil auch überraschenden Antworten unserer "Unternehmerin des Monats"!

 

Unternehmerin des Monats Februar 2016

 

Heike Krohz

 

Die Konditormeisterin hat im Dezember 2005 den Torten- und Patisserieservice suess-und-salzig gegründet, der spezialisiert ist auf das Herstellen hochwertiger Tortenunikate (überwiegend Hochzeitstorten) und moderner Trendgebäcke, dabei trifft individuelles  Design auf das klassische Konditorenhandwerk.

Wir zeichnen Heike Krohz aus, weil sie seit über 10 Jahren sich immer wieder selber mit Torten und Süßwaren übertrifft, die sie zu Recht als "Eye Candy" bezeichnet: Schon das Ansehen der bunten Köstlichkeiten zaubert ein Lächeln auf die Lippen. Dazu engagiert sie sich für Nachwuchs: Sie gibt ihre langjährigen Erfahrungen im Cake-Business und süße Geheimnisse in Coachings und Workshops an andere Zuckerbäcker/innen weiter. (Foto: http://diehochzeitsfotografen.de/)

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

Das Schöne daran Unternehmerin zu sein, ist der Gestaltungsfreiraum den man hat. Damit meine ich nicht nur das kreieren von neuen Tortenkreationen, sondern das Umsetzten eigner Ideen auch im Bereich Marketing, Networking, Ankurbeln von neuen Projekten. So ist jeder Tag anders und besteht aus ganz unterschiedlichen Bereichen.

 

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

 

Eine rein pragmatische Entscheidung, als Mutter von damals drei kleinen Kindern im Alter von 2, 4 und 5 Jahren war es undenkbar Familienleben und Arbeitszeiten in der Konditorei zu vereinbaren.

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

 

Das eigene Unternehmen ist wie ein „Baby“ das gepflegt, behütet und großgezogen wird. Somit geht ein großer Teil der eigenen Energie auch für den Ausbau des Unternehmens drauf, was nicht ohne Opfer/ bzw. Abstriche im Bereich Familienleben machbar ist…. Der Gedanke an das Unternehmen ist immer sehr präsent.

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Frauen treffen Entscheidungen eher aus dem Bauch raus, Männer agieren mehr rational.

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Extrem wichtig, es ist nicht nur effektiv, sondern bereitet mir auch große Freude. Als Einzelkämpferin ist der Austausch mit Kollegen bereichernd und eröffnet neue Sichtweisen. Außerdem spare ich mir dadurch viele Werbekosten, da wir in unserem Netzwerk sehr stark mit gegenseitigen Empfehlungen arbeiten.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

Meine Familie, unser Garten, und auf Reisen (leider zu selten..)

 

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

 

Mittelfristig würde ich gerne den Part Sweet Candy Table Konzepte noch weiter ausbauen, sowie im Bereich Food-styling das eine oder andere Projekt umsetzen.

 

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

 

Selbstständigkeit ist kein reines Selbstverwirklichungsprogramm, der zeitliche Aufwand und auch das finanzielle Risiko sind nicht zu unterschätzen.

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

Qualität statt Quantität!

 

Welches Unterrichts-Fach halten Sie in einer Unternehmerinnen-Schule für unerlässlich?

 

Gute Umgangsformen!

 

Was hätten Sie sich beim Besuch einer Unternehmerinnen-Schule besonders gewünscht?

 

Praxisnahe Beispiele um Preise zu kalkulieren, statt veraltete Buchungssätze zu lernen.

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

Suess-und-salzig hat sich spezialisiert auf ausgefallen Tortenunikate. Diese werden individuell nach Kundenwunsch hergestellt und sind zu vergleichen mit einem Anzug vom Maßschneider. Dabei setzten wir auf beste Zutaten und hochwertige Handarbeit. Unser zweites Standbein sind aufwendige Sweet Candy Table Konzepte, die ein komplettes Kuchen- oder Dessertbuffet ersetzten. Hierbei werden die Gebäcke mit der passenden Dekoration und entsprechendem Equipment sehr aufwendig in Szene gesetzt.

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

 

Die bisherigen "Unternehmerinnen des Monats" finden Sie in unserem Archiv "Unternehmerin-des-Monats".

 

Unternehmerin des Monats Januar 2016

 

Njeri Kinyanjui

 

Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin der HottPott Saucen Manufaktur in Waldorfhäslach. Es werden selbst hergestellte Saucen, Pasten, Chutneys, Konfitüren und Gewürze angeboten. Außerdem gibt es HottPott-Catering sowie eine Kochschule für moderne afrikanische Küche.

Wir zeichnen Njeri Kinyanjui aus, weil sie zeigt, wie mit Hartnäckigkeit, Mut zu Visionen und Fleiß ein Unternehmen erfolgreich gegründet und geführt wird. Schon mehrfach hat sie ein Hobby zum Beruf gemacht.

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

Ich kann kreativ sein und tun und lassen, was ich will – einfach darin aufgehen. Es ist die richtige Herausforderung für mich.

 

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

 

Ich war immer abwechselnd mal Unternehmerin, mal angestellt. Aber ich wollte immer selber „richtig“ Unternehmerin werden und habe gemerkt, ich kann es nicht parallel machen. Es war die richtige Entscheidung für die Selbstständigkeit! Für mich heißt es kreativ und einfach frei sein mit allen Risiken und Nebenwirkungen.

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

 

Es ist ein anderer Geist: Die Unternehmerin hat Leidenschaft dabei, hat eine Vision, Durchhaltevermögen, kann und muss eine Sache hartnäckig zu verfolgen, im positiven Sinne. Auf Englisch wird’s Persistence gennant.

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Manchmal schon. Unternehmerinnen backen kleinere Brötchen am Anfang, setzen andere Maßstäbe. Die Männer ziehen einfach ihre Sieben-Meilen-Stiefel an – wir machen kleinere Schritte mit zu großen Stiefeln.

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Unheimlich wichtig – egal, ob mit Leuten aus dem gleichen Fach oder die dasselbe machen oder etwas ganz anderes. Vor allem am Anfang, wenn man allein werkelt, hat man keine Kollegen und Leute, die einem Mut machen. Man kann anders über sein Tun reflektieren und über den Tellerrand schauen, wenn man nicht allein ist. Also Netzwerken, Netzwerken, Netzwerken.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

Das ist problematisch, da meine Hobbies immer zum Beruf wurden! Ich bin von Beruf Volkswirtin, Kochen war mein Hobby. Politik war auch ein „Hobby“, ist aber fast ein Fulltime-Job geworden (ich bin in Reutlingen im Stadtrat). Aber Ausgleich sind Familie, Freunde, in andere Länder reisen, wenn Zeit dafür bleibt. Und täglich 20 Minuten Sport.

 

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

 

Ich stamme aus Afrika und die afrikanischen Frauen, die ganz leise ihre Ziele trotz aller Widrigkeiten verfolgen und dabei bleiben, sind mein Vorbild. Ich habe viel gesehen, wie z.B. Alleinerziehende es schaffen, ein kleines Geschäft zu führen.

 

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

 

Dass mein Unternehmen weiter gedeiht und vielleicht so groß wird, dass ich die Firma übergeben, vielleicht verkaufen, kann.

 

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

 

Einfach erstmal wissen, dass man viel Kraft und Zeit braucht. Es ist richtig Arbeit, aber es ist zu schaffen. Sie müssen sich vornehmen, sehr gut zu sein und kontinuierlich sich und das Produkt zu verbessern. Sie müssen dazulernen (von anderen). Ganz wichtig sind der Gedanke des langsamen Wachsens, das organische Wachstum des Unternehmens und der Wille zur Innovationen.

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

Ich kann das, aber ich lerne noch dazu. Ich kann richtig viel arbeiten. Ich schaue über den Tellerrand. Ich will mein Produkt immer besser machen. Es ist ein ehrliches Produkt mit bestmöglicher Qualität. Ich kümmere mich um meine Kunden, meine Lieferanten, die ganze Kette.

 

Was hätten Sie sich beim Besuch einer Unternehmerinnen-Schule besonders gewünscht?

 

Ich komme ja vom Fach, habe Unternehmensplanung gemacht. Ein Kind im Studium gekriegt, Vollzeit-Arbeit mit zwei Kindern. Ich bitte die Leute, über den Tellerrand zu gucken und sich einfach eine Strategie zu überlegen, aber nicht damit fesseln zu lassen, und an ihrer Vision zu arbeiten. Strategie und Vision dürfen nicht aus den Augen verloren werden!

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

Wir sind die Hottpott Saucen Manufaktur, stellen Pasten, Saucen, Chutneys, Konfitüren und Gewürzen her. Die Rezepturen habe ich aus meiner Heimat Kenia mitgebracht - die meisten wurden in meiner großen Familie lange Zeit überliefert. Ich gebe sie auch in Kochkursen weiter, die sehr gut belegt sind. Und wir bieten Catering für Veranstaltungen. 

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

Unternehmerin des Monats Dezember 2015

 

Traute Kurz-Butzki

 

Geschäftsführerin der Kurz Zahntechnik GmbH, die Zahnersatz jeglicher Art herstellt, und der Heinz Kurz GmbH Medizintechnik, die Implantate für die Hals-Nasen-Ohren-Medizin herstellt. Frau Kurz-Butzki ist seit 22 Jahren Geschäftsführerin beider Firmen mit zusammen 85 Mitarbeiter/innen.

Wir zeichnen Frau Kurz-Butki aus, da sie in ihren Unternehmen versucht, Menschen zu unterstützen und zeigt, wie die Integration von Flüchtlingen in unseren Arbeitsmarkt gelingen kann.

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

Zu sehen, wie sich ein Unternehmen entwickelt. Ein Unternehmen zu leiten bedeutet die Gestaltung von vielen Bereichen in Zusammenarbeit mit anderen Menschen.

Es ist ein kreativer Prozess. Das empfinde ich als sehr erfüllend.

 

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

 

Ich bin in einem Familienbetrieb aufgewachsen, habe die Vor- und Nachteile mitbekommen. Letztendlich hat das jedoch dazu geführt, dass ich immer eine selbstständige Tätigkeit ausüben wollte.

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

 

Nichts. Auch Unternehmerinnen sind normale Frauen. Ob man nun eine Familie „managt“ oder ein Unternehmen - es sind ähnliche Fähigkeiten gefragt.

Als Unternehmerin muss man sicher Mut und Selbstvertrauen haben, das ist bei Nicht-Unternehmerinnen aber auch zu finden, nur vielleicht in anderen Bereichen.

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Jain. Nein, denn beide wollen Erfolg haben. Nur - der Weg dorthin mag mit anderen Eigenschaften bestritten werden.

Ja, weil eine Frau als Unternehmerin eben verstärkt ihre weiblichen Eigenschaften einbringen wird und der Unternehmer eben seine männlichen. Beides hat seine Berechtigung.

 

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Sehr wichtig. Der Austausch und die gegenseitige Unterstützung durch andere Unternehmen und Fachbereiche können nur bereichern.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

In der Natur. In Kunst und Literatur. Und im Tanz.

 

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

 

Nein, kein spezielles Vorbild. Ich habe Respekt und Achtung vor allen, die außergewöhnliche Lebenssituationen meistern.

 

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

 

Natürlich unsere Marktposition nicht nur zu erhalten, sondern auszubauen. Wir haben immer auf ein langsames aber gesundes Wachstum geachtet – und sind damit gut gefahren. Das beizubehalten ist mein Ziel. Und: Es gehört immer auch Glück dazu!

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

Das Glück gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an meiner Seite zu haben.

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

Wir sorgen für genussvolles Kauen, schöne Zähne und gutes Hören!

In der Kurz Zahntechnik GmbH stellen wir Zahnersatz aller Art her. Unser Kundenkreis besteht aus ca. 50 Zahnärzten in der Region Baden-Württemberg und Bayern.

Die Heinz Kurz GmbH ist im Bereich der Hals-Nasen-Ohren-Medizin tätig. Unser Focus liegt auf dem Ohr. Wir stellen Mittelohrimplantate als Ersatz für die Gehörknöchelchen Hammer-Amboss-Steigbügel her. Mit diesen Produkten sind wir international tätig.

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

Unternehmerin des Monats November 2015

 

Christiane Miarka-Mauthe und Sabine Vaihinger

 

Gründerinnen und Geschäftsführerinnen der ARCHE Intensivkinder gGmbH.

Die ARCHE bietet mit inzwischen 100 Mitarbeiter/innen als gGmbH (gemeinnützige GmbH) Intensivpflege und ein Zuhause für dauerbeatmete Kinder in ihren Häusern in Kusterdingen bei Tübingen.

 

Die ARCHE IntensivKinder gGmbH zeigt, wie mit großem Einsatz und der Freude daran für schwerstkranke Kinder eine geborgene Umgebung geschaffen werden kann, wo auch die betroffenen Familien Stärkung und Hilfe erfahren.

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

Miarka-Mauthe: Die Arche ist wie unser Baby, unser Kind, maximale Erfüllung. Auch weil wir uns als Team haben, genial ergänzen. Dass die Erfüllung da ist, merkt man, dass wir auch direkt nach Bauch-OP und auf Krücken schnellstmöglich wieder gekommen sind.

Vaihinger: So ein großes Unternehmen kann nur zu zweit geführt werden, wenn man sich supergut versteht. Ich komme nach dem Urlaub unheimlich gern zurück, weil es so schön ist. Nicht weil es so rund läuft, sondern weil es so erfüllend ist.

 

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

 

Miarka-Mauthe: Ich bin nicht bewusst Unternehmerin geworden, mehr „wie die Jungfrau zum Kinde“ gekommen. Ich sehe mich nicht als Unternehmensgründerin, sondern als Initiatorin. 1996 war ich als Kinderkrankenschwester tätig und erlebte, wie Kinder jahrelang auf der Intensivstation lagen. Bei meiner Schwester auf dem Sofa hatte ich eine Vision: Das machst Du für die Kinder. Die Vision ist meine Erfüllung – zu sehen, was wir den Kindern ermöglichen. Ohne die Berufung/ Vision könnte ich das hier nicht machen, es ist knallhart.

Vaihinger: Mein Sohn war schwer krank, war in nicht adäquaten Umständen untergebracht, es war nicht kindgerecht, Liebe fehlte. Da ich ihn zuhause nicht selber versorgen konnte, kam Frau Miarka-Mauthe zur Pflege. Das war 1998. Sie erzählte von ihrer Vision und ich fand es super. Der Beruf ist nicht nur Beruf, sondern Berufung. Wir haben nicht bewusst entschieden, Unternehmerinnen zu werden, sondern sind es geworden, weil wir es brauchten um den Betrieb hier zu führen. Unser Wachstum geschieht entsprechend der Nachfrage, es gibt keine klassischen Unternehmensziele.

Miarka-Mauthe: Durch die Gemeinnützigkeit gibt es einige Einschränkungen, es gelten aber alle wirtschaftlichen Regeln wie bei anderen Betrieben. Wir haben mit den Kunden eine Dreiecksbeziehung, denn die Krankenkassen und viele Auflagen sind dazwischen. Wir müssen damit leben. Dabei haben wir nicht nur hohe Verantwortung für die Mitarbeiter/innen, sondern auch für schwerstkranke Kinder. Manche werden schon als Palliativkinder angemeldet.

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

 

Vaihinger: Man muss den Mut haben neue Wege zu beschreiten, sich von alten Vorstellungen lösen. Man hat eine Vision, in diesem Fall ein Haus für Kinder. Diese Vision muss man mit einer gewissen Penetranz verfolgen können. Und: Arbeit nicht als Belastung wahrzunehmen. Also Arbeit nicht um Geld ranzuschaffen, sondern als sinnerfüllend und etwas, das Spaß macht, sehen. Außerdem die Bereitschaft, Verantwortung zu tragen.

Miarka-Mauthe: No risk, no fun.

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Miarka-Mauthe: Auf jeden Fall. Ein Mann tickt anders. Da ist mehr Härte zu spüren.

Vaihinger: Weniger Mut zu Risiko. Zahlen stehen im Vordergrund.

Miarka-Mauthe: Sie machen weniger aus dem Bauch heraus. Sie machen es anders.

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Vaihinger: Wir sind Mitglied in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften, wie der AG Lebenswelten, nehmen aber nur punktuell teil.

Miarka-Mauthe: Ich würde gerne mehr machen, es ist zeitlich nicht möglich. Wir hätten gerne mehr Austauschmöglichkeiten.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

Miarka-Mauthe: Meine Familie, der Glaube. Hobby habe ich leider keines mehr – hätte es gerne, es fehlt mir etwas.

Vaihinger: Ich lese gerne, nehme gerne etwas Neues auf, z.B. bei Reisen oder einem Sprachkurs. Ich versuche gerade Spanisch zu lernen um im Geist auch mal etwas Anderes zu bewegen. Aber neben der Familie bleibt wenig Zeit.

 

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

 

Miarka-Mauthe: Haben wir nicht, es würde uns zu unflexibel machen. Aber es gibt Leute, die imponieren uns.

Vaihinger: An manchen faszinieren mich gewisse Eigenschaften.

 

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

 

Vaihinger: Das neue Haus, „ein Klassenzimmer für Robin“ und für Kinder, die kognitiv bereit sind für Unterricht, ist am Entstehen. Das bedeutet auch eine Erweiterung um vier Plätze.

Miarka-Mauthe: Mehr Pflegepersonal.

Vaihinger: Es fehlen 400 bis 500% Personal. Mal so viel Personal zu haben, wie wir brauchen und damit weniger Überstunden für die jetzigen Mitarbeiter/innen, wäre positiv.

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

Vaihinger: Furchtlosigkeit.

Miarka-Mauthe: Authentisch sein, Ehrlichkeit und Freude an der Arbeit!

Vaihinger: Positives Annehmen auch von negativen Nachrichten und optimistisch nach vorn blicken.

Miarka-Mauthe: Die generelle Bereitschaft, das, was auf einen zukommt, anzunehmen. Den Blickwinkel zu ändern. Und Toleranz.

 

Welches Unterrichts-Fach halten Sie in einer Unternehmerinnen-Schule für unerlässlich?

 

Vaihinger: Eigene „Psycho-Hygiene“, Abgrenzung, Souveränität.

Miarka-Mauthe: Es kommt viel durch learning-by-doing.

Vaihinger: Wir waren bei Wochenendkursen, lernen lieber in der Praxis.

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

Die ARCHE Intensivkinder gGmbH bietet momentan Platz für 14 Kinder, die wegen ihrer schweren Beeinträchtigungen beatmet und intensivmedizinisch betreut  werden müssen und deshalb nicht in ihrer eigenen Familie leben können. Diese Kinder wohnen in der ARCHE in einem familienähnlichen Umfeld. Mit der ARCHE mobil können pflegebedürftige Kinder, die zuhause leben, ambulant intensivmedizinisch betreut werden. Ein speziell ausgestattetes Ferienhaus in Meersburg ermöglicht kurze Auszeiten für die Eltern und Kinder. Insgesamt beschäftigt die ARCHE IntensivKinder gGmbH  rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen die Hälfte in einer Festanstellung, die anderen in Teilzeit oder auf Minijobbasis arbeiten. Christiane Miarka-Mauthe führt die Aufsicht über den pflegerischen Bereich, Sabine Vaihinger ist für administrative und finanzielle Angelegenheiten zuständig.  Beide Geschäftsführerinnen managen zusammen nicht nur das Tagesgeschäft sondern entwickeln die ARCHE stetig weiter. Aktuell wird ein neues Gebäude gebaut, das das Angebot um vier Plätze erweitern und speziell ausgestattete Klassenzimmer für die schulpflichtigen Kinder schaffen wird.

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet (Webseiten)?

 

www.arche-intensivkinder.de

 

Unternehmerin des Monats Oktober 2015

 

Gudrun Theresia de Maddalena

 

Gründerin und  Inhaberin Foto- und Grafikatelier Gudrun de Maddalena

 

Zentral in der Arbeit von Gudrun de Maddalena ist die solide Ausbildung im Fotografenhandwerk, die sie selber erhalten hat und die sie ihren Azubis weitergibt.

 

Das fundierte Fachwissen mit zwei Meisterbriefen, zusammen mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung als angestellte und selbstständige Fotografin, macht sie zu einer echten Meisterin.

 

 

Wir zeichnen Gudrun de Maddalena als Unternehmerin des Monats aus, weil sie zeigt, wie mit Können, Mut und Prinzipien ein Handwerksbetrieb meisterhaft geführt wird. 

 

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

Selbstbestimmtes Handeln ohne unnötige Reibungsverluste durch Kompetenzgerangel unter Angestellten.

 

 

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

  

Mit dem Gedanken hatte ich schon gespielt, zur Selbstständigkeit kam es dann durch Umzug und Veränderung meiner Lebenssituation, sprich die Familiengründung.  

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

 

Weniger Freizeit.

 

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Männer trauen sich mehr zu. Und Unternehmer müssen oft weniger Rücksicht auf die Familie nehmen.

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Schon wichtig, ich habe aber oft zu wenig Zeit Netzwerke zu pflegen. Echte Begegnung ist mir dabei wichtiger als eine oberflächliche Jagd nach Business-Kontakten.

 

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

Freie Zeit mit meinem Mann, meinen beiden Töchtern und Freunden zu verbringen ist mir wichtig, außerdem sind Reisefotografie, Lesen und Wandern meine Hobbies.

  

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

 

Meine Großväter und Urgroßväter, alle selbstständige Handwerksmeister, und meine anpackenden Großmütter.

  

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

 

Eine größere, bezahlbare Gewerbefläche finden und zusammen mit meiner Tochter Julia das Angebot erweitern.

 

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

 

Sich mehr zutrauen! „Wer wagt, gewinnt!“

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

Zuverlässigkeit, Freundlichkeit, immer das Beste geben wollen.

 

Was hätten Sie sich beim Besuch einer Unternehmerinnen-Schule besonders gewünscht?

 

Buchführung, mit der man etwas anfangen kann, das hat mir bei meinen Meisterkursen etwas gefehlt.

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

Ich habe Positiv-Retuscheurin und Fotografin gelernt und bin Industrie Meisterin Druck und Fotografenmeisterin. Ich habe mich früh mit Bildbearbeitung und der Digitaltechnik beschäftigt und hatte bereits im Jahr 2000 die erste Digital-Spiegelreflexkamera. Für einige Großkunden mache ich Werbeaufnahmen, oft vor Ort, für Kundenmagazine, Webauftritt, Onlineshops.

Dazu gehören Detailaufnahmen von Geräten wie auch Mitarbeiter-Portraits. Für Künstler und Museen mache ich die Aufnahmen für Ausstellungskataloge. Architekten beauftragen mich Architekturaufnahmen für Wettbewerbe und Ihre Webauftritte zu erstellen. Die Kombination der Bereiche Werbung, Architektur, Portraits macht mir Freude, ich brauche die Abwechslung, damit ich nicht betriebsblind werde.

Die habe ich auch mit dem Wechsel Bildbearbeitung am PC und Hinausgehen zu den Kunden. Hinzu kommen die Betriebsorganisation (es gibt zwei Azubis und zwei Teilzeitkräfte) und etwas berufspolitisches Engagement. Als Mitglied der Fotografeninnung Stuttgart werde ich gelegentlich bei Prüfungen eingesetzt.

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet (Webseiten)?

www.demaddalenafoto.de

 

Unternehmerin des Monats August 2015

Andrea Gündera

 

Andrea Gündera

„Stil mit Herz auf dem Business-Parkett“ - Unternehmensberatung mit den Schwerpunkten: Image- und Persönlichkeitscoaching – Business-Etikette – Knigge-Training

 

Wir zeichnen Andrea Gündera aus, weil sie beispielhaft mit großer Überzeugungskraft und Willensstärke immer wieder die Komfortzone verlasse, um ihre Ziele klar zu verfolgen und erfolgreich ihren Weg zu gehen.  

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

Ich kann meine Zeit frei einteilen, selbstbestimmt meine Schwerpunkte setzen und  meine eigenen Ziele und Werte verfolgen.

 

 

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Spontan fallen mir zwei Dinge ein:

  • Männer haben schon vor langen Zeiten gelernt Netzwerke zu bilden – früher waren es „Männer-Bunde“ heute nennt man es Netzwerke. Frauen hat dies lange Zeit gefehlt. Aber – die Zeiten haben sich geändert.
  • Unternehmerinnen zeichnen sich häufig durch eine höhere emotionale Intelligenz und Kommunikationsfähigkeit aus. 

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Netzwerken ist Voraussetzung für erfolgreiche Unternehmerinnen. Dabei geht es nicht darum, auf Biegen und Brechen „weiterempfohlen“ zu werden und Aufträge zu holen - wie manche Netzwerker/innen oft denken - sondern darum, Vertrauen aufzubauen und die richtigen Menschen zur richtigen Zeit zur Seite zu haben.

Zum Netzwerken gehören für mich auch ehrenamtliche Tätigkeiten und gesellschaftspolitisches Engagement. Hier können wir jede Menge aktive Unternehmer/innen kennenlernen.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

Meinen Ausgleich finde ich in der Kunst. Nach einem vor mehr als 10 Jahren abgeschlossenen Kunststudium finde ich in der Malerei und Bildhauerei eine eigene Welt und meine Muse.

Lesen, golfen, kochen und guter Wein sind obligatorisch.

  

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

 

Sabine Asgodom, die ich persönlich kenne, und als authentischen Menschen mit großem Herz wahrnehme. Sie hat sich als Frau auf die Fahnen geschrieben, die Wirtschaft mit zu prägen und hat darüber hinaus das Bundesverdienstkreuz erhalten. 

 

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

 

Mit meinem Unternehmen dieTYPwerkstatt, die führende Adresse in der Region zu sein und Menschen in Ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen und zu fördern, Bücher zu schreiben und in weiteren Regionen aktiv zu werden.

 

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

 

Haben Sie Vertrauen in sich selbst und Ihre Arbeit, Ihr Tun und Ihre Vision – leben Sie Ihren Traum. Seien Sie sich immer im Klaren, wem Sie davon erzählen und suchen Sie sich jene Personen, die Ihnen ehrlich zur Seite stehen und den Rücken stärken. Lernen Sie mit Neid und Missgunst umzugehen und machen Sie sich bewusst, dass Sie nicht Everybody‘s Darling sind.

Lernen Sie Ihre Stärken kennen und werden Sie Ihre eigene Marke.

U n d denken Sie daran: Eine Idee die gedacht werden kann, kann auch realisiert werden. 

 

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

Ich bin sehr willensstark und wenn ich von etwas überzeugt bin setze ich mich mit ganzer Kraft dafür ein. Dranbleiben, raus aus der Komfortzone, immer wieder an sich selbst arbeiten und vor allem reflektieren. Ganz wichtig finde ich, sich nicht mit anderen zu vergleichen, sondern nur mit sich selbst und dem eigenen Erfolg und den Schritten, die man auf seiner Karriereleiter geht. 

Welches Unterrichts-Fach halten Sie in einer Unternehmerinnen-Schule für unerlässlich?

 

Image- und Persönlichkeitscoaching sowie Business-Etikette, natürlich!

Ich möchte Ihnen erläutern warum:

 

In der heutigen Arbeitswelt benötigen Sie nicht nur eine solide Ausbildungsbasis, um Ihre Karriere zu fördern. Es sind oft die kleinen, nicht erwarteten Dinge, mit denen Sie bei Mitarbeiten und Kollegen punkten, sich von Ihren Wettbewerbern abheben und für Ihre Kunden zum angenehmen Geschäftspartner werden.

Ca. 80% des Erfolgs hängt von unserem Auftritt ab – sprich von unserer Persönlichkeit und dem Umgang mit unseren Kunden, Kollegen und Mitmenschen – ich behaupte:  „Persönlichkeit schafft Image“.

Stimmt unsere Persönlichkeit mit unserem persönlichen Image und  mit unserem Firmen-Image überein – werden wir gesehen und zur Marke. 

 

 

Was hätten Sie sich beim Besuch einer Unternehmerinnen-Schule besonders gewünscht?

 

Diese Frage kann ich schwer beantworten, da ich nie auf einer Unternehmerinnenschule war. Ich finde es aber eine wunderbare Idee.  

Ich denke, ich hätte den Wunsch nach einer ehrlichen, reellen und auch kritischen Unterstützung meiner Vorhaben und die Förderung meiner Person und Persönlichkeit.

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

Mit meinem Unternehmen dieTYPwerkstatt berate, trainiere und coache ich Unternehmer/innen, Führungskräfte und Angestellte im Management und Handwerk, gewerbliche Mitarbeiter und Auszubildende, sowie Einzelpersonen in Benimm- und Knigge-Fragen: vom Bewerbungsgespräch über Baustellen-Benimm, vom Kundenevent zum Knigge-Dinner.

Beim Persönlichkeitscoaching begleite ich Menschen gezielt beim Erarbeiten ihres Persönlichkeitsprofils und liefere so Handlungsansätze für eine positive und zielorientierte Entwicklung. Sie stabilisieren ihre persönlichen Stärken und ihr Selbstbewusstsein und nutzen sie als Schlüsselfaktoren für ihren privaten und beruflichen Erfolg. 

Das Image-Coaching umfasst die professionelle und persönliche Begleitung und Beratung bei aktuellen Image-, Farb- und Stil-Themen rund um Ihr Business. Es gibt Orientierung und eine beruhigende Sicherheit bei den täglichen Herausforderungen in der Gesellschaft, im Geschäfts- und im Privatleben.

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

 

www.dietypwerkstatt.de

 

und mein „Herzenskind“ - meine Coaching-Praxis für Privatpersonen unter

www.coaching-guendera.de

mit den Schwerpunkten

Lebens- und Liebeskummer-Coaching | Mutmach-Coaching | Persönlichkeits-Coaching

 

 

Auf Facebook

https://www.facebook.com/andrea.gundera

 

https://www.facebook.com/pages/dieTYPwerkstatt/252632718090284?pnref=lhc

 

https://www.facebook.com/mutmachcoaching

 

https://www.facebook.com/diekunstwerkstatt.andreaguendera

 

Auf Xing:

https://www.xing.com/profile/Andrea_Guendera?sc_o=mxb_p

 

Unternehmerin des Monats Juli 2015

Jutta Lubik

 

Jutta Lubik

 

 

Geschäftsleitung  

Firma Gutbrod 

Fenster und Türen GmbH & Co.KG

Bodelshausen 

 

Wir zeichnen Jutta Lubik aus, weil sie mit beispielhaftem Verantwortungsgefühl und viel Herzblut das Familienunternehmen in zweiter Generation erfolgreich weiterführt.  

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

  

Meine Eltern haben das Unternehmen vor 50 Jahren gegründet. Mit den Sorgen und Nöten, aber auch den Freuden eines eigenen Unternehmens bin ich aufgewachsen. Das Unternehmen gehört zu meinem Leben und es ist mir ein Herzensanliegen das Lebenswerk meiner Eltern weiterzuführen.

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

 

Der Wunsch nach Unabhängigkeit, aber auch die Bereitschaft eine größere
Verantwortung -auch finanziell- zu übernehmen als es im Angestelltenverhältnis
der Fall ist.

 

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Ich denke, man kann es nicht verallgemeinern aber ich glaube, dass Frauen eher auf ihr Bauchgefühl hören als Männer und so manche unternehmerische Entscheidung anders treffen.

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Ich halte es für sehr wichtig gute Kontakte zu haben und immer wieder neue zu schaffen. Dadurch öffnen sich manche Türen, die sonst verschlossen bleiben würden.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

Meinen Ausgleich finde ich bei meinen Hunden, die mich auf meinem Lebensweg begleiten, sie geben mir sehr viel und ich durfte durch sie auch schon viel Interesantes lernen.

  

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

 

Ein Vorbild in Form einer bestimmten Person habe ich nicht. Ich denke, es ist wichtig konkrete Ziele zu haben und darauf hinzuarbeiten, sie zu erreichen. Die Visualisierung dieser Ziele spielt dabei eine entscheidende Rolle – für das
was man unbedingt möchte, mobilisiert man all seine Kräfte.

 

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

 

Alleinstellungsmerkmale für unser Unternehmen zu schaffen und Marktlücken oder Marktnischen zu finden.

 

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

 

Wenn man überzeugt davon ist, den richtigen Weg zu gehen, sollte man sich von anderen nicht beirren lassen – folge Deinem Herzen, denn es weiß, was gut für dich ist!

 

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

Vorausschauend denken, den Markt beobachten und möglichst immer agieren und nicht darauf warten, reagieren zu müssen.

Welches Unterrichts-Fach halten Sie in einer Unternehmerinnen-Schule für unerlässlich?

 

Neben den klassischen Fächern, die als Grundlage notwendig sind ein Unternehmen zu führen, halte ich Zeitmanagement für ein sehr wichtiges Element.

 

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

Seit über 50 Jahren fertigt und montiert unser Unternehmen Fenster und Türen aus Holz, Holz-Aluminium und Kunststoff ausschließlich am Standort Bodelshausen. Von der Beratung bis zur Montage erhalten Sie von uns alles aus einer Hand.

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

Unternehmerin des Monats Mai / Juni 2015

Olesja Becker

 

Olesja Becker

 

 

Geschäftsleitung der Wenterior Design Group

 

Wir zeichnen Olesja Becker aus, weil Sie mit bemerkenswerter Willenskraft und großer Zielstrebigkeit ihre beruflichen Visionen verfolgt und dabei ihr Familienleben nicht außer Acht lässt.

 

 

 

 

 

Hier unsere Fragen an Olesja Becker:

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

 

Flexibilität und Selbstverwicklichung: Berufliche Träume ausleben zu dürfen und doch Zeit für Kinder und Familie zu haben.

 

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

  

Durch die Geburt meiner Tochter habe ich mich neu orientiert, damit ich für sie da sein kann.

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

 

Jede Frau kann Unternehmerin werden. Man muss nur die eigene Nische finden - sei es Strick- und Kochkurse anzubieten oder Corporation zu leiten. Man sollte das, was man gerne tut, zum Beruf machen.

 

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Ja, Frauen gründen in der Regel anders. Viele wollen Flexibilität und Freiheit haben, sehen wie ihre Kinder aufwachsen, dabei gleichzeitig berufliche Visionen verwirklichen. Man muss nicht sofort "das große Ding landen".

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Sehr wichtig, denn als Frau hat man es oft schwer gegen die "Anzugsträger" anzukommen. Deswegen haben wir unser Business-Frauennetzwerk MomPreneurs gegründet. 

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

Meinen Ausgleich finde ich im Sport: Ich gehe joggen und ins Fitnesstudio, mache Mountainbiking und Paragliding, fahre Snowboard. 

  

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

 

Ja, das ist meine eigene Mama. Sie ist eine sehr starke und lebenslustige Person. Ich bin ihr sehr dankbar.

 

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

 

Die Wenterior Design Group regional zu positionieren, Webseminare anzubieten und Angebote für Mompreneurs und StartUps zu erarbeiten.

 

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

 

Ohne viel Kapital gründen! Habt keine Angst vor Herausforderungen! 8 Stunden eures Lebens täglich sind sehr viel. Investiert diese Zeit in eure eigene Träume. Aber bereitet euch gut vor- dafür gibt es jede Menge staatliche Vorgründungsberatung (auch kostenfrei, wie z.B bei Steinbeis)!

 

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

Auf unserer Homepage sind detaillierte Beschreibungen des gesamten Leistungsspektrums vorhanden. Sie finden uns unter:

www.wenterior.com

 

Unternehmerin des Monats April 2015

Jana Wagner

 

Jana Wagner

 

 

Sie führt seit 2014 in Stuttgart das Dessous- und Bademodengeschäft "Le Néné" für brustkrebskranke Frauen.

 

Wir zeichnen Jana Wagner aus, weil Sie mit sehr viel Einfühlvermögen, Sensibilität und Engagement einen Raum geschaffen hat, Frauen ein Stück Normalität zu schenken, wenn deren Welt Kopf steht. 

 

"Jana macht das mit ganzem Herzen und aus aller tiefster Überzeugung. Dieser Laden ist die Idee einer besseren, schöneren Welt. Einer Welt außerhalb von Krankenhäusern und Sanitätshäusern. Einer gesunden Welt. Einer Welt, in der Frau Frau sein darf, egal, welche OP sie hatte. Einer Welt mit schöner Wäsche. Einer Welt, in der man trotz allem Spaß am Unterwäscheshoppen haben kann.Das ist sie, die Welt von Jana Wagner. Die Welt der Wäschegöttin aus der Seestraße." (Zitat einer Kundin").

 

Hier unsere Fragen an Jana Wagner:

 

 

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

Ich war 12 Jahre Angestellte und kenne daher beide Seiten. Von einem wirtschaftsunabhängigen Gehalt, über Urlaub und Weihnachtsgeld, bis hin zu geregelten Arbeitszeiten kann man die Vorteile einer Anstellung nicht von der Hand weisen. In dem Moment, wo ich allerdings für diese Idee meines Ladens mit jeder Faser gebrannt habe, war der Schritt aus der sicheren Anstellung kein beängstigender Zustand, sondern ein Schritt, der sich absolut richtig und für mein Leben wichtig angefühlt hat.  

 

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

Dies ist sicherlich eine sehr subjektive Einschätzung und gilt nicht pauschal für alle Gründer, aber ich habe schon oft das Gefühl, dass es geschlechtsspezifische Unterschiede in der Unternehmer-Mentalität gibt. Während Männer oftmals selbstverständlicher und selbstbewusster ihr Unternehmen angehen, stellen Frauen eher ihr Licht unter den Scheffel. Nicht unbedingt kleinlaut, aber doch vorsichtiger, ein bisschen leiser, mit weniger Ellenbogen. 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

Netzwerken ist enorm wichtig! In den letzten Monaten hat mir das "Da kennt jemand jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt..." sehr oft weitergeholfen. Besonders bei der Neugründung, den erst im Laufe der Zeit aufkommenden Fragen und den "Tücken des Alltags" ist es unerlässlich, auf Kontakte und Unterstützung zurückgreifen zu können. Hier im Stuttgarter Raum findet unter mehreren Unternehmerinnen ein sehr freundschaftlicher unterstützender Austausch statt. Das kann im richtigen Moment Sicherheit und Rückhalt geben.   

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

Selbstständig heißt ja "selbst" und "ständig". Dies mache ich gerne und mit Hingabe, aber dennoch ist es wirklich wichtig, Auszeiten zu finden und Möglichkeiten zu kennen, die den Akku wieder aufladen können. Ich liebe es, ganz intensiv Zeit mit meinen beiden Kindern und meinem Mann zu verbringen oder in unserem kleinen Garten zu werkeln! Sobald die Temperaturen ein bisschen im Plusbereich liegen, pflanze ich, wühle in derErde und frage mich bei jedem dritten Halm, ob das jetzt Unkraut ist oder ob ich das tatsächlich gepflanzt habe? Das lässt mich wirklich zur Ruhe kommen.     

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

"Einfach machen"!"Loslegen"! Wenn ich rückblickend überlege, worüber ich mir manchmal den Kopf zerbrochen habe, wo ich der festen Überzeugung war, dass es nicht ohne dieses eine Produkt, diesen Zusatz oder dieses eine modell geht, was sich später als unwichtig und belanglos herausgestellt hat, hätte ich mir schon ein paar schlaflose Nächte sparen können. Die Erkenntnis ist wirklich, dass man nicht alles 100%ig durchdenken kannund dass das auch nicht schlimm ist. Flexibel sein, auf neue Situationen eingehen, die Augen offen halten, aber sich selbst im Voraus nicht verrückt machen lassen.  

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

Definitiv das Besetzen einer Nische. Bis dato wird in Deutschland Wäsche nach Brustkrebserkrankungen vom Sanitätshaus abgegeben. Während es in anderen Ländern in größeren Städten eigenständige Geschäfte für diese Thematik gibt, hat sich dieser Bereich heirzulande noch nicht freigestrampelt.  

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

Jenseits der "Sanitätshausatmosphäre" und fernab von Stützstrumpf und Rollator kann man bei mir auf Rezept Prothesen und wunderschöne prothesentaugliche Dessous bekommen. In einem französischen Boutique-Ambiente mit viel Zeit für die einzelne Kundin, möchte ich einen Hauch Normalität schenken, während der Rest der Welt durch die Diagnose Kopf steht. Ich möchte ein Einkaufserlebnis schenken, das sich auch Erlebnis nennen darf! Mit schöner geschmackvoller Inneneinrichtung, gemütlicher Sitzecke, die Zeit für einen Plausch bietet, sanfter französischer Untermalung und Seidenpapier, in welches die Dessous zum Schluss verpackt werden. Doch am Wichtigsten: Mit Lingerie, die ich auf der ganzen Welt zusammen gesucht habe und die sich nicht verstecken muss. Das empfinde ich bei 75000jährlichen Neuerkrankungen deutschlandweit als zeitgemäß. 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

Unternehmerin des Monats März 2015

Nadine Erning

 

Nadine Erning

 

 

Gesundheitszentrum für Therapie und Prävention. Aktiv in den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Rehasport und Medizinisches Gerätetraining

 

 

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

 

Die eigenen beruflichen Vorstellungen direkt umsetzen zu können. Werte zu schaffen und sich in seinem Tun zu verwirklichen.

 

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

 

Ich habe nach meiner Ausbildung zur Physiotherapeutin zuerst im klassischen Angestelltenverhältnis gearbeitet. Die optimale Betreuung und Dienstleistung am Patienten war aber in diesem Beschäftigungsverhältnis nicht möglich. Der Drang, andere Wege zu gehen, eine größere Bandbreite an Serviceleistungen am Markt zu etablieren und interdisziplinär mit mehreren Therapieformen zu arbeiten, war so groß, dass ich mich zur Selbständigkeit entschloss. 

 

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

 

Der Freiheitsdrang, die größere Sehnsucht nach Selbstverwirklichung und der Wunsch, Verantwortung zu übernehmen.

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Die Unterschiede sind eher gering. Wenn, dann eventuell in der etwas bedachteren Vorgehensweise, größere unternehmerische Risiken vorschnell einzugehen. Männer sind tendenziell etwas risikofreudiger.

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Nicht ganz so wichtig. Mit meinem Mann habe ich jemand an meiner Seite, der einige Themenfelder wie Marketing, Personalführung, Vertrieb und PR abdeckt, die eventuell im Austausch mit anderen Unternehmerinnen sonst von Vorteil wären.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

In meiner Freizeit gehe ich joggen und bin gerne in der Natur, um mich wieder zu erden. Zudem verbringe ich mit meinen Kindern, Freunden und der Familie gerne viel Zeit.

 

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

 

Nein, nicht unbedingt.

 

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

 

Mit meinem Unternehmen den Markt nachhaltig in den Bereichen Marketing, Service, Dienstleistung und Innovation zu prägen und die Markterschließung mit dem Aufbau weiterer Zentren in anderen Städten voranzutreiben.

 

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

 

Das Gesamtkonzept muss in sich stimmig sein. Zudem sollte jede Unternehmerin darauf achten, dass die Liquidität ausreichend vorhanden ist. Denn die Liquidität ist der Sauerstoff für jede Firma. Die Schaffung -wenn möglich- von Alleinstellungsmerkmalen im Vergleich zum Mitbewerber, spielt in der Unternehmensentwicklung eine bedeutende Rolle. Signifikant ist außerdem die ständige Betrachtung des eigenen Unternehmens aus dem Blickwinkel des Kunden.

 

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

Das Gesamtkonzept wird als stimmig empfunden. Zudem ist es gelungen, einige Alleinstellungsmerkmale zu entwickeln. Auf den Feldern, auf denen die Branche bzw. die Mitbewerber nicht optimal aufgestellt waren (Marketing, Leistungsinnovation und Service), habe ich mich besonders vertieft.

 

 

Welches Unterrichts-Fach halten Sie in einer Unternehmerinnen-Schule für unerlässlich?

 

BWL und Marketing. Zudem sollte jede Unternehmerin auch noch Kurse in Personalführung besuchen.

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

Mein Unternehmen deckt die fünf  Fachbereiche Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Rehasport und Med. Gerätetraining ab. Wir behandeln Patienten auf Basis einer Heilmittelverord (Rezept), oder auch auf der Selbstzahlerebene. Durch die verschiedenen Fachbereiche ist es mir mit meinem Team möglich, interdisziplinär zu arbeiten. Das kommt Patienten mit schweren Erkrankungen, wie z. B. nach einem Schlaganfall besonders zu Gute. Therapien können optimal aufeinander abgestellt werden.

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

 

 

Die bisherigen "Unternehmerinnen des Monats" finden Sie in unserem Archiv "Unternehmerin-des-Monats".

 

Unternehmerin des Monats Januar/Februar 2015

Inka Mast

Inka Mast

 

Einzelunternehmen im Bereich Möbel und Design -  Multivitamin Objekte, Obstregale für den Wohn- , Eßbereich, das Büro , Hotel und Gastronomie

 

 

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

Mein eigenes Produkt meiner Umwelt zu präsentieren und Anerkennung durch steigende Umsätze zu erhalten. Es macht mir große Freude zu sehen, wie die Kunden meine Produkte schätzen. Ich habe schon des öfteren E-Mails bekommen, in denen sich Kunden für das von Ihnen gekaufte Objekt bedankt haben und mir versichert haben, wie sehr Ihnen das Produkt gefällt!

 

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

 

Als Erstausbildung habe ich den Beruf der Erzieherin gelernt, den ich jedoch nie wirklich ausübte, da bald nach dem Abschluss der Ausbildung meine erste Tochter zur Welt kam.

Vor 6 Jahren fing ich an zu 50 % als Angestellte in einem Büro in der Verwaltung des Jugendreferats in Ulm mitzuarbeiten. Mit der Weiterbildung zur Fachwirtin für Führung und Organisation – Bereich Sozialwesen, die ich 2014 erfolgreich abschließen konnte, erlernte ich wirtschaftliche Grundlagen, um ein Unternehmen führen zu können.

Im September 2012 stellte ich erste Überlegungen zu meinem zukünftigen Unternehmen an und arbeitete an Prototypen, Schutzrechten und Werbematerial.

 

Als ich mein Produkt auf den Markt bringen wollte und dafür ein Gewerbe angemeldet habe, hatte ich noch keine Ahnung was als Unternehmerin alles auf mich zukommt. Die Idee fand ich jedoch sehr spannend und ließ mich somit nach und nach darauf ein. Es erfüllt mich mit Stolz sagen zu können, dass ich Unternehmerin bin und dieses auch alleine aufgebaut habe.  Um jedoch den Lebensunterhalt für mich und meine 3 Kinder weiter geregelt aufbringen zu können, arbeite ich weiterhin zu 50 % als Angestellte.

Die meiste Freude habe ich jedoch – trotz aller Anstrengung- am Unternehmerinnen sein!

 

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

 

Unternehmerinnen müssen ein Stück weit risikobereiter und hartnäckiger sein, um sich auf dem Markt zu behaupten.

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Ich empfinde Unternehmerinnen oft als vorsichtiger und deshalb aber auch weitsichtig, umfassender denkend als Unternehmer.

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Netzwerken ist das A und O !  Um Erfolg zu haben ist es unheimlich wichtig stets neue Kontakte zu knüpfen und diese auch zu pflegen, um bei Bedarf darauf zurückgreifen zu können.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

Ich reise gerne, schaue mir Städte an, Kino, Kultur, gehe wandern, joggen und im Sommer Rennrad fahren.   Viel Zeit verbringe ich natürlich auch mit meinen Kindern, die ich jedoch nicht als mein Hobby bezeichnen würde.

 

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

 

Für die kommenden Jahre wünsche ich mir, dass ich, sobald es der Betrieb erlaubt, vermehrt Zeit finde, zu reisen. Das Fernweh packt mich regelmäßig und ich möchte, solange die Gesundheit stimmt, noch viele fremde Kulturen sehen und in der Unterwasserwelt abtauchen.

 

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

 

Sich immer und überall gut zu präsentieren - Eine gute Öffentlichkeitsarbeit ist unheimlich wichtig! Außerdem ist es einfach wichtig den Glauben an sein Unternehmen stets zu wahren und sich auch von kleinen Enttäuschungen und Misserfolgen nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

Eine gute Öffentlichkeitsarbeit, Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen und die Überzeugung sehr gute Produkte auf den Markt zu bringen!

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

Ich vertreibe die Multivitamin Objekte. Dies sind regional hergestellte Design Regalobjekte, die die Idee haben Obst und Gemüse wie Kunst an der Wand zu präsentieren.

Durch die schonende Lagerung der Obstteile auf schlanken Edelstahlschlaufen lassen sich täglich neue Bilder entwerfen. Die Lust auf Obst und Gemüse steigt durch die schöne Form der Präsentation.

Zudem können sich die Früchte nicht mehr mit gegenseitigem Schimmel- oder Fäulnisbefall anstecken, da sie einzeln und luftig an der Wand lagern.

Die Objekte gibt es derzeit in 3 Materialausführungen, in 4 Farben und 5 Modellen.

Ich vertreibe die Produkte bisher nur Online über meine Homepage.

Sie werden in meinem Auftrag von einer Ulmer Möbelwerkstätte produziert und auch dort versandfertig verpackt. Momentan versende ich ein- bis zweimal wöchentlich die Pakete.

 

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

 

 

Die bisherigen "Unternehmerinnen des Monats" finden Sie in unserem Archiv "Unternehmerin-des-Monats".

 

Unternehmerin des Monats Dezember 2014

Christel Rösch

 

Geschäftsführerin der Hotel Am Schloss GmbH mit Restaurant Mauganeschtle und Restaurant Reefs. Das Hotel Am Schloss ist ein kleines Familienhotel, mit individuellem Altstadtcharakter. Das Mauganeschtle ist ein schwäbisches Traditionsrestaurant. Das Reefs ist ein modernes Restaurant mit Kanadischen und Karibischen Spezialitäten.

Beide Restaurants bieten Caterings bis 1000 Personen an und sind bei großen Events, wie Sommerinsel oder Umbrisch Provenzalischem Markt, vertreten.

 

Wir zeichnen Christel Rösch als Tübinger Unternehmerin des Monats aus, weil sie seit vielen Jahren mit ihrem Unternehmen und den verschiedenen Restaurants in der Stadt sehr präsent ist und immer wieder wertvolle Impulse für Neues gibt und auch Neues wagt. Man trifft sie überall, am Schloss, an der Paul-Horn-Arena, am Anlagensee und bestimmt auch ganz aktuell auf der ChocolART, Deutschlands größtem Schokoladenfestival. Die Spiesekarte des "Mauganeschtles" hält bereits Leckeres bereit!

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

Es ist genial, selbständige Unternehmerin zu sein, weil man seine eigenen Geschäftsideen umsetzen kann und seine Ziele selbst definiert und die Etappen, in denen sie zu erreichen sind, selbst bestimmt. Mit der Selbständigkeit ist mir der Spagat zwischen Beruf und Familie gelungen.

 

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

 

Nach meinem Studium der Politikwissenschaft und Kommunikationsforschung in Bonn arbeitete ich einige Jahre als Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Ein absolut interessanter, aber auch zeitintensiver Job, ständig auf Reisen und karrierebezogen, keinesfalls familienkompatibel.

Als der Familienbetrieb meines Mannes von dessen Eltern 1992 aus Altersgründen abgegeben werden sollte, mussten wir eine Entscheidung treffen: Sollten wir diese Aufgabe selbst stemmen oder an Fremde abgeben? Mein Votum war klar: nur Karriere ohne Familie ? Nein! Also stürzte ich mich -branchenfremd- in diese neue Herausforderung.

Eine Entscheidung, die ich, trotz sehr großen Anstrengungen in der Einarbeitungsphase, nie bereute. Durch die Möglichkeit, Wohnung und Arbeitsplatz quasi über die Straße zu haben, gelang es, ein normales Familienleben zu organisieren und die Aufgaben im Betrieb mit meinem Mann zu gestalten. Wir erhielten von den Großeltern jede Unterstützung, die wir brauchten, sowohl im Betrieb als auch in der Kinderbetreuung. Ein Mehrgenerationen-Modell, das bei uns perfekt funktionierte.

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Ich habe gelernt, dass man Hilfe suchen darf und bereit sein sollte, diese dann auch anzunehmen.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

Aus der Mühle des Alltags befreie ich mich durch regelmäßiges Joggen, Walken oder Wandern mit unserem Boarder Collie. Im Urlaub verreise ich sehr gerne zum Tauchen und auch zum Bergwandern. Für das mentale Training mache ich seit vielen Jahren Yoga und halte so Körper und Geist zusammen.

 

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

 

Für die kommenden Jahre wünsche ich mir, dass ich, sobald es der Betrieb erlaubt, vermehrt Zeit finde, zu reisen. Das Fernweh packt mich regelmäßig und ich möchte, solange die Gesundheit stimmt, noch viele fremde Kulturen sehen und in der Unterwasserwelt abtauchen.

 

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

 

Jeder Unternehmerin kann ich nur Mut zusprechen, die gesetzten Ziele nie aus den Augen zu verlieren und ihre Vision der Selbständigkeit trotz Widrigkeiten nicht aufzugeben, auch wenn es oft unmöglich scheint.

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

Mein Rezept, bei der Stange zu bleiben, war stets eine Gegenüberstellung der positiven und negativen Seiten der Selbständigkeit. Bei mir haben immer die positiven überwogen: Ich würde mich wieder selbständig machen, auch mit Familie.

 

Welches Unterrichts-Fach halten Sie in einer Unternehmerinnen-Schule für unerlässlich?

 

In einer Unternehmerinnen-Schule halte ich es für unerlässlich, in Eigenorganisation und Zeitmanagement geschult zu werden.

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

Das Hotel Am Schloss ist ein 3 Sterne superior Haus, mit 43 Betten, und hat sich durch eine romantische, individuelle Gestaltung als Hotel mit Altstadtflair plaziert. Jedes Hotelzimmer hat einen "Paten" und Namensgeber. Diese Persönlichkeiten stammen entweder aus Tübingen, haben hier gelebt oder auch nur Station hier gemacht, wie z.B. Kepler, Uhland, Hölderlin, Hesse, Ottilie Wildermuth u.v.m. Im jeweiligen Zimmer erfährt man mehr über die Person und ihren Lebenslauf und kann Einblicke in sein/ihr Lebenswerk nehmen. 

Das Restaurant Mauganeschtle ist ein Kleinod in der Altstadt. Es bietet im oberen Restaurant mit seinem herrlichen Blick über die Dächer der Altstadt und im gemütlichen Gewölbekeller der Ulrichstube Platz für ca. 80 Gäste, mit der Terrasse im Sommer 120 Sitzplätze. Seit jeher verwöhnt es die Gaumen mit beliebten schwäbischen Spezialitäten und enorm vielen Maultaschenvariationen.

Unser Catering bringt die Schwäbischen Buffets überall hin.

Das Restaurant Reefs bietet Platz für kleine und große Gesellschaften. Hier kann man gemütlich in kleinem Kreise oder mit großer Personenzahl speisen, feiern und tagen. Die kanadisch karibische Küche bietet eine große Vielfalt, die man "à la carte", als Menü oder am Buffet genießen kann. Das große Angebot wird vom Bar- und Loungebereich abgerundet und im Sommer gibt es eine wunderbare Outdoormöglichkeit mit zwei Terrassen. Selbstverständlich gibt es die Auswahl der Speisekarte und noch mehr auch über unseren Cateringservice zu buchen.

 

Beide Restaurants sind bei Tübingens Großveranstaltungen mit eigenen Ständen vertreten: bei der Tübinger Sommerinsel und beim Umbrisch Provenzalischen Markt.

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

 

www.hotelamschloss.de

www.mauganeschtle.de

www.reefs.cc

 

 

 

Die bisherigen "Unternehmerinnen des Monats" finden Sie in unserem Archiv "Unternehmerin-des-Monats".

 

Unternehmerin des Monats November 2014

Beyza Saroglu

 

Sie hat eine Fahrschule für Menschen mit Migrationshintergrund. Bei ihr werden vielen Sprachen gesprochen. Und wenn die Sprache nicht reicht, dann erfolgt die Verständigen mit Händen und Füßen und Zeichen.

Wir zeichnen Beyza Saroglu als Unternehmerin des Monats November 2014 aus, weil sie mit viel Kraft und persönlichem Engagement ein Unternehmen aufbaut, dass nicht nur jungen Leuten Chancen ermöglicht. Ihre Fahrschule ist nicht nur eine Fahrschule, sondern ein Ort, an dem jeder - ungeachtet seiner Herkunft und seiner Sprache - Hilfe und Unterstützung beim Führerscheinmachen findet. 

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

Dass ich mein eigener Chef bin. Und wenn man Erfolg hat: Der Stolz, dass man etwas erreicht hat.

 

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

 

Ich war in verschiedenen Betrieben in Ausbildung. Auch als Fahrlehrerin habe ich eine Ausbildung genossen. Allerdings hat die Fahrschule, in der ich meine Ausbildung gemacht habe, mich als Konkurrentin gesehen, weil die Schüler mich als Fahrlehrerin sehr mochten. Ich wurde am Ende der Ausbildung nicht übernommen und musste einen neuen Arbeitgeber finden. Oder mich selbständig machen ... Ich habe den schwierigeren Weg genommen und mich in die Selbständigkeit gestürzt. Ohne zu wissen, was mich da alles erwartet ...

Damals gab es  keine Schule für Existenzgründer, in der man auf so etwas vorbereitet wird.

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

 

Sie brauchen einen Klon! :-)))

Frau sein und Unternehmerin zu sein in einer Person ist schwer. Und über die vielen Jahre macht es auch den Körper sehr müde.

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Ein Mann hat es immer besser. Ich sage immer: "Ach, wäre ich doch als Mann auf die Welt gekommen!" Der muss nur Geld heimbringen ... Haushalt, Kinder: Das macht ja alles die Frau. Selbst wenn man noch keine Familie mit Kindern hat, reicht oft schon der Haushalt.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

Ich stricke. Das beruhigt mich. Ich rauche nicht, aber das ist meine Zigarette. Lächelnd

Außerdem habe ich noch Hobbys wie Zeichnen, Inliner fahren und Lesen. Wenn ich dafür Zeit finde. Meistens ist es jedoch so, dass ich mich in der Zeit, die übrig bleibt, lieber ausruhe als noch Sport zu treiben.

Zweimal im Jahr mache ich Urlaub. Das sind meine Kraftsammeltage oder –wochen, die ich brauche, damit ich das ganze Jahr auf den Füßen stehen kann.

 

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

 

Nein, nicht wirklich. Ich kenne niemanden, der das, was ich tue, auch macht. Mir geht es bei meiner Arbeit nicht nur um das Geldverdienen. Ich will für jeden Cent, den ich von den Schülern bekomme, ihnen etwas zurückgeben. Nehmen wir zum Beispiel den Theorieunterricht: Ich könnte einfach sagen, dass wir in Deutschland leben, es mir egal ist, welche Sprachen die Fahrschüler sprechen und den Unterricht nur in deutscher Sprache halten. Aber ich erkläre alles auf Deutsch, dann wiederhole ich es auf Türkisch und wenn das nichts bringt, arbeite ich mit Händen und Füßen und Zeichen und male alles auf. Ich müsste für das Geld, das ich verdiene, nicht so viel machen. Andere, die das tun, hören nach ein paar Jahren wieder auf, weil sie keine Lust mehr haben. Bei mir sind es jetzt 7 Jahre. Und ich habe immer noch den Anspruch, dass meine Schüler – egal, aus welchem Land sie kommen, nicht nur 90 Minuten dasitzen und die Zeit totschlagen, sondern verstehen, was ich ihnen erkläre. Und ich kenne keine Kollegen, auch keine männlichen, die das über 7 Jahre gemacht haben.

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

 

Ich will die 10 Jahre schaffen, meinen Existenzgründungskredit abbezahlt haben und dann Durchatmen können.

 

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

 

Ich würde den Frauen empfehlen, vorher eine Familie zu gründen. Wenn ich mich umschaue, stelle ich fest, dass man in der Selbständigkeit nicht mehr die Zeit dazu findet. Hinzu kommt, dass die Menschen um dich herum, dich nicht mehr mit normalen Augen ansehen. Menschen wollen mit dir befreundet sein, weil du Unternehmerin bist. Von außen sieht es so aus, als ob du viel Geld hast, auch wenn du bei der Bank im Soll bist. Außerdem  muss man sich darüber bewusst sein, dass man Freunde, Freizeit und den nächtlichen Schlaf verlieren wird.

Deine besten Freunde werden dann das Finanzamt und der Steuerberater! :-)

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

Ich liebe meine Arbeit.

Geld zu verdienen, Geld auszugeben - das ist irgendwann langweilig. Auf den Beinen hält einen dann nur noch, dass man die Arbeit liebt!

 

Welches Unterrichts-Fach halten Sie in einer Unternehmerinnen-Schule für unerlässlich?

 

Mathe!!! Und ich sage mir immer wieder: Wenn ich nochmal auf die Welt komme, lerne ich zuerst Buchhaltung und die steuerlichen Grundlagen. Und dann mache ich mich selbständig! Dann ist man nicht so sehr auf andere angewiesen.

 

Was hätten Sie sich beim Besuch einer Unternehmerinnen-Schule besonders gewünscht?

 

Dass ich erfahre, was die negativen Seiten sind, und herausfinde, ob die Selbständigkeit mein eigentlicher Wunsch und meine Erfüllung ist. 

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

Eigentlich ist es eine ganz normale Fahrschule. Nur dass ich mir für ältere Fahrschüler viel Zeit nehme und sie nicht wegschicke. Und das ich auch Ausländern helfe, dass sie an ihren Führerschein kommen. Zum Beispiel auch Asylsuchenden. Hier helfe ich die Unterlagen vorzubereiten, dass sie den Antrag bei der Führerscheinstelle durchkriegen. Außerdem mache ich auch Erste Hilfe und Sofortmaßnahmen am Unfallort. Und Sehtesterin bin ich auch.

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

 

www.fahrschule-su.com

Oder in Facebook: Fahrschule su GmbH 

 

 

 

Die bisherigen "Unternehmerinnen des Monats" finden Sie in unserem Archiv "Unternehmerin-des-Monats".

 

Unternehmerin des Monats Oktober 2014

Foto: Steffen Sixt/ Blind21.de

Kathrin von Papp-Riethmüller

 

Sie ist Mitglied der Geschäftsleitung bei Osiander, einem der traditionsreichsten Buchhandelsunternehmen Deutschlands. Nach ihrem Studium in Tübingen und ihrer Ausbildung zur Sortimentsbuchhändlerin ist Kathrin von Papp-Riethmüller bei Osiander für das Bewerbungsmanagement verantwortlich. 

 

Wir zeichnen sie als Unternehmerin des Monats Oktober 2014 aus, weil sie erfolgreich ein Unternehmen mitführt, das seit Jahren gegen den Trend auf Wachstumskurs ist. Auf allen Ebenen müssen die Weichen für die weitere erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens gestellt werden. Ohne herausragendes Engagement, große Überzeugungskraft und Offenheit und Flexibilität allem Neuen gegenüber ist das nicht zu schaffen. 

 

 

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

Ich bin als Mitglied der Geschäftsleitung in viele strategische Entscheidungen involviert, daneben habe ich noch die Möglichkeit, an einigen Stellen operativ mitzuarbeiten, das ist sehr spannend und abwechslungsreich. 

 

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

 

Ich habe einerseits große Gestaltungsfreiräume, aber andererseits natürlich auch sehr viel Verantwortung, die man doch nicht immer vor der Haustüre abschütteln kann.

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Ich sehe grundsätzlich keine großen Unterschiede, das ist ja auch immer Typsache.

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Ist für mich sehr wichtig, sowohl innerhalb der Branche als auch darüber hinaus. Und es führt immer wieder zu tollen Bereicherungen und auch wirklich zu spannenden Kooperationen.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

Ich liebe Reiten und Pferde und bin so auch ganz viel in der Natur.

 

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

 

Astrid Lindgren, auch wenn dies weniger unternehmerischer als viel mehr emotionaler Natur ist!

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

 

Lassen Sie sich nicht schnell entmutigen und seien Sie ruhig auch mal unbequem!

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

Innovationen entstehen nur aus Offenheit für Neues. Deswegen darf man sich nie über allgemeine Entwicklungen beschweren, sondern muss danach fragen, wie man sie bzw. was davon man für sein Unternehmen nutzen kann.

 

Welches Unterrichts-Fach halten Sie in einer Unternehmerinnen-Schule für unerlässlich?

 

BWL.

 

Was hätten Sie sich beim Besuch einer Unternehmerinnen-Schule besonders gewünscht?

 

Technische Inhalte (und handwerkliche, damit man sich zur Not ein Regal selbst zusammenbauen kann).

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

Osiander ist eine Buchhandlung, wir verkaufen aber auch viele andere schöne und nützliche Dinge und Geschenkartikel - so dass für jeden etwas zu finden ist.

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

 

www.osiander.de

 

 

 

Die bisherigen "Unternehmerinnen des Monats" finden Sie in unserem Archiv "Unternehmerin-des-Monats".

 

Unternehmerin des Monats September 2014

Sadeta Löcklin

 

Sie ist Inhaberin der Firma SATEMA, die Corporate Wear für Unternehmen, Industrie, Verwaltung und Handwerk herstellt. SATEMA bestickt, bedruckt und produziert Textilien mit Logos und Motiven für die aufgeführten Kunden. 

Wir zeichnen Sadeta Löcklin als Unternehmerin des Monats aus, weil sie es versteht, Krisen als Chancen zu sehen. Sie hat ihr Unternehmen in stürmischen Zeiten erfolgreich umgebaut, auf neue Zielgruppen ausgerichtet und ist weiter gewachsen. Krisen sind für sie Wachstumsschmerzen in einem Veränderungsprozess. Und um auch auf zukünftige Veränderungen vorbereitet zu sein, hat sie frühzeitig ihre Tochter Alina Wöppel mit in das Unternehmen aufgenommen und auf die Nachfolge vorbereitet.

 

Zudem ist sie seit September 2014 "Vorbild-Unternehmerin" der Initiative "FRAUEN unternehmen" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Ziel ist es, bei Frauen den Unternehmergeist zu stärken  und erfolgreiche Unternehmerinnen in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen. Wir gratulieren!

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

Wenn ich mal wieder einen Rückblick mache und sehe, wie viel wir schon erreicht haben in Qualität und Effizienz, die wachsende Zahl der Mitarbeiter, die ständig steigenden Kundenaufträge, … dann freue ich mich sehr darüber und sehe das als Erfüllung. Der Pfeil der immer nach oben zeigt!

Aber die allergrößte Erfüllung ist für mich, dass meine Tochter die Firma liebt und die Nachfolge antreten möchte!

 

 

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

 

Ich wollte flexibel, frei und selbstbestimmt leben und auch arbeiten, in jeglicher Hinsicht: von Arbeitszeit bis zu Zeitvolumen. Ich wollte nach meinen Werten arbeiten.

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

 

Unternehmerinnen sind gezwungen sich Kompetenzen anzueignen, um Kunden aquirieren zu können. Sei es über Networking, durch Werte, die vermittelt werden, oder auch durch ein Sortiment, das gut nachgefragt wird. Unternehmerinnen beherrschen die „Selbstvermarktung“ vielleicht etwas zielgerichteter.

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Unternehmer, Männer, gehen meiner Ansicht nach wesentlich stärker ins Risiko als wir Frauen. Männer malen die Zukunftsperspektive (die ja wichtig ist für die Kreditvergabe der Banken) in wesentlich größeren Dimensionen als Frauen. Dadurch wirkt die Unternehmensgründung interessanter für Investoren und Banken.  

Unternehmerinnen sind viel vorsichtiger in der Planung und berücksichtigen mehr das Umfeld, die Rückzahlungsmodalitäten, die Familie (Netzwerkgedanke) und wagen viel zu wenig. Dadurch wirkt manch eine Gründung nicht attraktiv für Investoren. 

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Networking nur um „Geschäfte“ abzuwickeln, lehne ich persönlich ab. Ich freue mich aber, erfolgreiche und interessante Menschen kennenzulernen und nehme gern die Dienstleistungen dieser Unternehmen an.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

Ich liebe meine Familie und verbringe meine knappe Zeit gerne mit meinen Mann und meinen Töchtern, ich lese sehr viel, auch Themen die g a r nichts mit meinem Beruf zu tun haben, und ich bemühe mich, regelmäßig Sport zu machen.

 

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

 

Hilary Clinton, Bill Gates, Mutter Theresa, Nelson Mandela, sowie mein Vater und meine Mutter.

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

 

Seit etwa zwei Jahren plane ich mit meiner Tochter die Unternehmensnachfolge, wir werden dabei professionell von Gerhard Gieschen begleitet. Meine Vision ist, dass wir das geplante Wachstum gesund und nachhaltig hinbekommen und meine Tochter dann mit meiner Unterstützung an der Spitze steht und mein Aufgabengebiet sich auf strategische Lösungen und Ideen konzentriert. 

 

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

 

Selbstständigkeit funktioniert meiner Ansicht nach nur, wenn man es zu 100% wagt. Teilselbständigkeiten sind auch nur Teilerfolge und zeigen selten die tatsächlichen Möglichkeiten: no risk – no fun! (Allgemein gesprochen!)

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

Ich bin unermüdlich und auch fleißig. Aufgeben, weil etwas nicht funktioniert, das ist nicht mein Ding. Sich ständig zu hinterfragen, lernen, lernen, lernen, also lebenslanges Lernen sind wichtig. Und ohne Hilfe, also Beratung, geht viel, aber nicht genug: Deshalb mein Tipp: auch auf Hilfe von außen setzen!

Mein Erfolgsrezept könnte auch kurz und knapp so formuliert werden: Zum Erfolg gehört auch der Misserfolg. Wer diesen nicht scheut, wird sicher viele Erfolge erzielen.

 

Welches Unterrichts-Fach halten Sie in einer Unternehmerinnen-Schule für unerlässlich?

 

Charakterschulung, Führungsverhalten trainieren, zielgerichtetes  BWL Wissen, Bilanzen und BWA´s lesen lernen, Finanzierungen planen, strategisches Denken, Handeln und Planen. 

 

Was hätten Sie sich beim Besuch einer Unternehmerinnen-Schule besonders gewünscht?

 

Siehe letzte Frage.

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

SATEMA veredelt Textilien für Unternehmen.

Wir produzieren, sticken, drucken Corporite Wear für Unternehmen.

 

Unternehmerin des Monats August 2014

Kathinka Dapper

Kathinka Dapper ist Geschäftsführerin bei der ifd-Innovations-Forum Deutschland GmbH. Sie erfindet und entwickelt Produkte, führt sie zur Marktreife und vermarktet sie erfolgreich. Zudem unterstützt und berät sie andere Erfinder und begleitet bestehende Projektteams in der Umsetzung Ihrer Ideen.  

 

Sie ist verheiratet, Mutter zweier Kinder und hat ihren Berufsweg mit der Ausbildung zur BTA/MTA begonnen, bevor sie alle beruflichen Mädchenträume in die Tat umgesetzt hat: Stewardess, Modell, Fernsehmoderatorin, Eventmanagerin bis hin zur selbstständigen Unternehmerin. Gemeinsam mit ihrem Mann tüftelte sie an der Idee einer Motivations-Uhr "Happy Hejster", einer Uhr, deren Gehäuse je nach Bedarf unterschiedlich gestaltet werden kann, die durch Bewegung, Sprache oder Musik optische und akustische Reize setzt, die durch variable Materialien zum Fühlerlebnis wird und wenn gewünscht mit Duftstoffen auch die Nase ins Sinnesempfinden einbezieht. Sie hat ein Patent darauf angemeldet und die Lizenz 2012 verkauft. Ihr neuestes Projekt: PurPocket - die Verwandlungstasche. Sie ist Shopper- und Strandtasche, Umkleide und Liegehandtuch in einem.

 

Wir zeichnen Kathinka Dapper als Unternehmerin des Monats aus, weil sie über den ein oder anderen Umweg, den Glauben an sich selbst, an ihre ganz persönlichen Visionen und Ziele, gepaart mit viel Mut, immer wieder Neues zu wagen, zur erfolgreichen Unternehmerin wurde. Auch in Krisen bewahrt sie einen kühlen Kopf, bleibt ihren Werten treu und arbeitet unbeirrt an ihren Zielen, bis sie dort angekommen ist.

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

Meinen eigenen Weg zugehen, in der Geschwindigkeit, über die ich entscheide.

 

 

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

 

Ich war früher angestellt, die ersten 3 Jahre meiner Berufstätigkeit! Allerdings bin ich sehr schnell an Grenzen gestoßen, die lange noch nicht meine waren. Ich hatte immer mehr Energie, als nur für einen 8 Stunden Arbeitstag. Wenn es ein Ziel zu erreichen gibt, freue ich mich über jede gute Idee, die uns näher an dieses Ziel bringt. Das ist für mich keine Anstrengung, sondern Erfüllung.

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

 

Eine Frau, die ihre Familie zusammen hält und nach vorne bringt, hat schon viele Fähigkeiten von einer Unternehmerin. Wenn diese Frauen diese Fähigkeiten für sich selber nicht nutzen, liegt es oft nur an mangelndem Selbstvertrauen und Mut.

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Die Vorgehensweise und Fähigkeiten sind unterschiedlich. Z.B. haben Frauen den zusätzlichen Vorteil der Intuition. Männer den, dass sie Sachverhalte schneller auf den Punkt bringen.

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Das ist ein starker Halt für mich, eben ein Netz. Wenn ich nicht weiter weiß, kenne ich jemanden in meinen Netzwerken, der Fachmann/frau für dieses Thema ist. Oder jemand kennt jemanden, der Fachmann/frau für das Thema ist.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

Richtig entspannen kann ich in der Natur, z.B. beim Sport: Golfen, Laufen, Schwimmen, Tennis. Da ist man intensiv mit etwas ganz anderem beschäftigt. Körperlich und geistig!

 

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

 

Ja, für jede Eigenschaft ein anderes:

Für Durchhaltevermögen: Beate Uhse, die eine Idee in einer Zeit hatte, in der ihr massivste Widerstände entgegen gebracht wurden und sie, allen zum Trotz, ein riesiges Unternehmen schuf.

Für Ideenreichtum: Arthur Fischer der sich, in hohem Alter, immer noch für Neues kindlich begeistern kann. (Ich durfte ihn mal 2 Std. interviewen.)

Mut: Cher, die zu einer Zeit mit Strapsen auf die Bühne ging, in der sie nur mit Hohn und Verachtung darauf rechnen konnte. Und  so eine Revolution, für die sexuelle Befreiung der Frauen, losgetreten hat.

Kraft: Margarete Steiff, die trotz Behinderung ein Imperium mit Teddybären schuf.

Positive Lebenseinstellung: Meine Freundin Birgit, die trotz Repressalien einer schweren Brustkrebsbehandlung (OP, Chemo, Bestrahlung, Perücke) immer eine bejahende Lebenseinstellung behält.

 

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

 

Unsere anderen Produktideen zu entwickeln und damit so viel Geld zu verdienen, um in Afrika ein Krankenhaus zu unterhalten. Wenn meine Tochter mit dem Medizinstudium fertig ist, würden wir es gerne gemeinsam betreiben.

 

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

 

Sie sollten ihr Ziel bestimmen, sich über die eigenen Stärken und Schwächen bewusst werden. Dann den Mut für konsequente Entscheidungen haben und anfangen, auf das Ziel zu zugehen. Manchmal rennend, laufend, gehend, manchmal kriechend, in der Gewissheit, dass es immer weitergeht, in Richtung des eigenen Ziels. Und wenn man es wirklich Ernst meint, gibt es von Zeit zu Zeit glückliche Zufälle und manchmal auch kleine Wunder.

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

Es gibt immer eine gute Lösung, man muss sie nur finden!

 

Welches Unterrichts-Fach halten Sie in einer Unternehmerinnen-Schule für unerlässlich?

 

Selbstvertrauen stärken, Zahlen lieben lernen, Mut und Konsequenz.

 

Was hätten Sie sich beim Besuch einer Unternehmerinnen-Schule besonders gewünscht?

 

Außer den Basics: die Bewusstseinserweiterung und -entwicklung, wie eine Unternehmerin denkt und handelt. 

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

Wir haben einige Schutzrechte, die wir nach und nach zu Prototypen entwickeln, zur Serienreife bringen und vermarkten.

Da wir umfangreiche Erfahrungen in den Themen Schutzrechte, Förderungen und persönliches Wachstum haben, können wir Erfinderinnen auf ihrem Weg begleiten und unterstützen, damit sie wirklich ans Ziel zukommen. Die Höhen, Tiefen und Hindernisse haben wir am eigenen Leib erfahren und erfolgreich überwunden und gemeistert.

Unser aktuellstes Produkt ist die 3in1 Verwandlungstasche, von PurPocket. Sie wird im Handumdrehen zu einer bequemen Umkleide und zum Liegetuch. 

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

 

Produkt: 3in1 Verwandlungstasche www.PurPocket.com,

ifd Innovations-Forum Deutschland GmbH:  info@i-f-de.com

 

Unternehmerin des Monats Juli 2014

Alina Schick

Alina Schick ist Geschäftsführerin der GraviPlant UG. Sie entwickelt innovative Pflanzenversorgungs-systeme und forscht parallel an Pflanzen - Umwelt - Interaktionen, mit dem Ziel einer kreativen Verbindung von Botanik und Raum. 

 

"Stadtgärten", "Sky-Farming" und "Grüne Architektur" sind Schlagworte, die aktuell immer mehr Aufmerksamkeit bekommen. In stetig wachsenden Städten leben immer mehr Menschen, zum Teil auf engstem Raum. Eine komplexe technische und botanische Herausforderung ist es, hier Pflanzen zu integrieren. Alina Schick entwickelt und erforscht alternative Modelle zur Wohnraumbegrünung, die die Bedürfnisse der Menschen, der Pflanzen und die architektonischen Gegebenheiten berücksichtigen. 

 

Wir zeichnen Alina Schick als Unternehmerin des Monats aus, weil sie mit ihrem innovativen Unternehmenskonzept wichtige soziale und ökologische Faktoren auf innovative Weise miteinander verknüpft und weiter entwickelt. In ihrer Forschungstätigkeit untersucht sich, wie Pflanzen in Bezug auf Licht und Schwerkraft auf Reizveränderungen reagieren. Durch die Entwicklung von Vorrichtungen wie intelligente Pflanzbehältnisse und Bewässerungssysteme werden die Pflanzen in ihrem Wachstum unterstützt. Und durch die Integration von Sensorik und Software in die Töpfe können Daten gewonnen, ausgetauscht und genutzt werden, die ebenfalls der Optimierung dienen. Neue Räume können dadurch genutzt und Pflanzen auf innovative Art in Architektur integriert werden. Gut für Mensch und Natur! 

 

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

Am meisten Freude macht mir die Umsetzung einer Idee in die Wirklichkeit. Dabei sind die Etappen von der Ideenentwicklung, über die Planung und Organisation bis hin zur Umsetzung spannend und horizonterweiternd. Besonders gefallen mir dabei auch das selbstbestimmte Arbeiten und der Kontakt zu neuen, interessanten Menschen. 

 

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

 

Mein Lebenslauf und die Themen meiner bisherigen Arbeit liefen auf den unternehmerischen Weg hinaus.

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

 

Wieso? Sind Unternehmerinnen keine normalen Frauen?

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Frauen und Männer sind von Natur aus bekannterweise unterschiedlich. Die Wissenschaft zeigt uns, dass diese Unterschiede unter anderem in der Art des Angehens von Situationen aufgrund von neuronaler Aktivität im Gehirn nachgewiesen werden können. Am vielfältigsten und erfolgversprechendsten ist daher im Grunde eine sich ergänzende Zusammenarbeit. 

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Abgesehen davon, dass Netzwerken Spaß macht, sind meiner Meinung nach Kontakte das A und O für die erfolgreiche Umsetzung eines Vorhabens. Ich kann nicht selbst Experte in allen Bereichen sein und finde über persönliche Kontakte am besten die geeigneten Partner für die Umsetzung der Ideen.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

Natur und Bewegung helfen mir den Kopf frei zu bekommen.

Pflanzen faszinieren mich besonders und daraus hat sich auch die Idee von GraviPlant entwickelt. Lesen und Musik dienen zusätzlich der Entspannung.

Ich habe unter anderem beruflich in Frankreich, Australien und Nepal gelebt und freue mich schon darauf, in der weiteren Zukunft wieder etwas mehr Zeit für das Reisen zu finden.

 

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

 

Für mich sind solche Unternehmen ein Vorbild, die auch die ökologischen und sozialen Faktoren ihres Handelns in die unternehmerische Gestaltung mit einbeziehen. 

 

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

 

Ich plane einige interessante botanische Forschungsversuche, die ich in Kooperation mit dem Institut für Kulturpflanzenwissenschaften an der Universität Hohenheim durchführen möchte. Außerdem hoffe ich auf den Aufbau eines guten Netzwerks von Menschen, die sich für „Grüne Architektur“ interessieren, wenn möglich aus den verschiedensten Disziplinen.

Ich komme ursprünglich aus der Gravitationsforschung. Meine Vision auf ganz lange Sicht hin ist es daher auch, zur Pflanzenzucht im Weltraum beizutragen.

Für die nahe Zukunft steht aber nun erst mal die terrestrische Entwicklung des Unternehmens an.  

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

In den Bereichen, in denen ich bis heute erfolgreich war, hat sich der Erfolg dadurch eingestellt, dass die Vision und das Ziel mit Hartnäckigkeit vor meinen Augen geblieben sind. Außerdem versuche ich, mich auftretenden Problemen unmittelbar zu stellen. 

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

GraviPlant entwickelt und forscht an der erweiterten Integration von Pflanzen in Lebensräume. Dies zum Beispiel im Bereich der Innenbegrünung von Räumen oder der Fassadenbegrünung von Hochhäusern, als Beitrag zur Begrünung von Städten.

Die Pflanzen werden dabei durch Langzeitversorgungssysteme ideal und artspezifisch versorgt. Embedded Software ermöglicht den Austausch von Daten zwischen den Versorgungssystemen und Datenbanken mit Kenndaten zu pflanzenspezifischen Wachstumsfaktoren.

GraviPlant sieht das größte Potenzial seiner Systeme in der interdisziplinären Forschung, Entwicklung und Gestaltung. In Zusammenarbeit mit Architekten, Designern und Ingenieuren wird die Kombination und Gestaltung von Objekt und Begrünung bedürfnisbezogen entwickelt und Kundenbezogen angeboten. GraviPlant bietet außerdem R to B (Research to Business) also Auftragsforschung im Bereich von Pflanzen – Umwelt - Interaktion für andere Unternehmen an. 

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

 

Die Webseite findet man unter www.graviplant.de, persönlich bin ich auf Xing zu finden.

 

Unternehmerin des Monats Juni 2014

Gabriele Schwarz

 

Gabriele Schwarz ist Gesellschafterin der Schwarz-Gruppe und führt seit sechs Jahren den Unternehmens-bereich Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Bildung. Die Schwarz-Gruppe ist die Dachgesellschaft für das Speditions- und Logistik-unternehmen L. Wackler Wwe. Nachf. GmbH und die Entsorgungs- und Recyclingruppe DU: willkommen in der Umwelt. Das heute in der vierten Generation geführte Familien-unternehmen blickt auf eine über 100-jährige Tradition zurück und ist sowohl lokal am traditionellen Standort Göppingen als auch europaweit tätig.

 

Wir zeichnen Gabriele Schwarz als Unternehmerin des Monats Juni 2014 aus, weil sie als Frau in einer sehr männerdominierten Branche erfolgreich tätig ist. Gerade hier sind Frauen, die als Unternehmerinnen vorangehen, wichtige Vorbilder. Gabriele Schwarz fühlt sich stets den Menschen in ihrer Firma verpflichtet. Ihre Leidenschaft ist die Personalführung und dabei ist sie vielfach innovativ tätig. Sie setzt sich zusätzlich in besonderem Maße für die Azubis ein und unterrichtet nebenbei an der Dualen Hochschule in Heidenheim den jungen, unternehmerischen Nachwuchs.

 

Gabriele Schwarz ist nicht nur eine regionale Unternehmerpersönlichkeit. Sie ist Mitglied im Rotary-Club Göppingen-Stauferland (bei Eintritt die erste Frau) und engagiert sich über die betrieblichen Belange hinaus mit großem persönlichen Einsatz in sozialen Projekten und in der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen. 

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

Meine eigenen Ideen realisieren zu können, ist für mich das Schönste.

 

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

 

Ich bin in eine Unternehmerfamilie hineingeboren. Bereits in der vierten Generation führen wir nun das Familienunternehmen, das prägt.

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

 

Die Arbeit ist umfangreicher und verantwortungsvoller. Sie erfordert mehr Weitblick, weil man ja nicht nur für sich selbst entscheidet,  und es ist noch mehr Engagement erforderlich.

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Ja, vor allem in der anderen Führung. Frauen führen anders als Männer, personalbezogener. Ihnen sind die Mitarbeiter oftmals wichtiger als Zahlen/Daten/Fakten. Es könnte auch sein, dass sie sozialverträglicher führen. Darin sehe ich die grundlegenden Unterschiede.

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Sehr wichtig! Ich bin schon seit Beginn des Arbeitslebens in verschiedenen Netzwerken aktiv, sowohl beruflich als auch privat.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

Im Garten kann ich mich gut entspannen. Und beim Klavierspielen oder Lesen.

 

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

 

Mein großes Vorbild ist mein Vater. Er hat auch im hohen Alter noch den unternehmerischen Riecher, den man braucht, um ein Unternehmen voranzubringen. Wenn das Vorbild in der eigenen Firma sitzt, braucht man keinen Leonardo da Vinci!

 

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

 

Es ist wichtig, authentisch zu bleiben und nur das zu machen, was man wirklich kann.

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

Dinge tun, die man gerne und gut macht.

 

Welches Unterrichts-Fach halten Sie in einer Unternehmerinnen-Schule für unerlässlich?

 

Personal- und Mitarbeiterführung. Das lernt man nicht mal eben so nebenbei.

 

Was hätten Sie sich beim Besuch einer Unternehmerinnen-Schule besonders gewünscht?

 

Siehe oben. Unser Unternehmen ist in der Dienstleistungsbranche tätig. Wir leben von guten Mitarbeitern. Während meines Studiums an der FH in Heilbronn gab es zwar Vorlesungen zum Thema „Mitarbeiterführung“, aber keine Trainings und keine Praxis. Wenn man als junger Mensch eine eigene Abteilung in einem Unternehmen übernimmt, wird man also bezüglich Personalverantwortung ins kalte Wasser geworfen. Da täten ein paar Trainingseinheiten im Vorfeld gut.

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

Die Schwarz Gruppe ist die Dachgesellschaft eines mittelständischen Unternehmens mit ca. 700 Mitarbeitern, bestehend aus  mehreren  Speditions- und Entsorgungs- und Recyclingunternehmen. Die Spedition hat ihren Standort in Göppingen und ein großes und modernes Logistikzentrum in der Nähe von Dresden. Die DU, das Entsorgungs- und Recyclingunternehmen, ist Dienstleister mit dem Ziel, Wertstoffe zu machen, Ressourcen zu schonen und nicht zu vergeuden.

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

 

www.schwarz-gruppe.net, auf facebook unter Wackler Spedition und Logistik

 

Unternehmerin des Monats Mai 2014

Barbara Rongen und Giuseppina Mari

 

Sie führen seit September 2013 in Tübingen eine kleine Boutique für Männer und Frauen mit ökologischer und fair gehandelter Mode, sowohl Basics wie Jeans und Shirts als auch stylische internationale Labels.

 

Wir zeichnen Barbara Rongen und Giuseppina Mari aus, weil Sie mit viel Engagement und Tatkraft ihren Traum verwirklichen und damit auch anderen Frauen Mut machen, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen.

 

Hier unsere Fragen an Barbara Rongen und Giuseppina Mari. (Für die Antworten bitte einfach jeweils die Frage anklicken.)

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

Barbara Rongen: Ich denke für uns beide ist der größte Vorteil, viele Dinge selbst entscheiden und einteilen zu können, zumal wir beide Mütter von kleinen Kindern sind. Wir sind außer uns gegenseitig niemandem Rechenschaft über den Weg, den wir einschlagen, sowie die Art und Weise, wie wir ihn gehen, schuldig – das ist schon ein sehr befreiendes Gefühl auf eine Art. Hinzu kommt eine hohe Identifikation und Motivation, wenn man „sein eigenes“ Ding machen kann.

 

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

 

Barbara Rongen: Ich komme aus einer Familie mit traditionell hohem Anteil an selbständig Arbeitenden – die Vor- und Nachteile sind mir daher zumindest nicht unbekannt gewesen. Schon am Anfang meiner beruflichen Tätigkeit, als ich noch Angestellte bei einer deutschen Großbank war, wurde mir im Rahmen einer Supervision attestiert, dass ich mich vom Typus her im besten Falle einmal selbständig machen sollte. Lange Jahre spukte mir das im Kopf herum, bis sich plötzlich ganz natürlich eine passende Gelegenheit auftat. Im Zuge dessen holte ich meine langjährige Freundin Pina Mari mit ins Boot, da sie die fachlichen Fähigkeiten der Modebranche mitbringt – es fügte sich letztlich sogar so, dass das Modeunternehmen, bei dem sie angestellt war, just zur selben Zeit Konkurs anmelden musste. Dies gab ihr den letzten „Schubs“ in die Selbständigkeit …

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

 

Es braucht schon eine gehörige Portion Mut sowie Eigenmotivation, gutes Selbstbewusstsein und innere Unabhängigkeit dazu. Sowie die immer wiederkehrende Bereitschaft, sich selbst und sein Tun in Frage zu stellen – wenn etwas schiefläuft, kann man eben weder Kollegen oder Chefs noch das System beschuldigen, man ist meist vollauf selbstverantwortlich.

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Barbara Rongen: Was das Thema der Grundausstattung an Selbstvertrauen sowie Networking angeht, denke ich ja, da scheinen Männer im Vorteil zu sein. Dafür sind Frauen zwischenmenschlich oft stärker und auch die höhere Bereitschaft der Selbstkritik hat hier, denke ich, Vorteile auf lange Sicht.

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Barbara Rongen: Ich sehe da ein hohes Potential, und Nachholbedarf beim weiblichen Geschlecht – wobei die Entwicklung sich positiv darstellt. In der Zusammenarbeit und dem Austausch mit anderen Menschen bzw. Frauen ergeben sich etliche Synergien, man macht sich Mut, kann aus Fehlern anderer vorab etwas lernen und sich auf die jeweiligen Marktgegebenheiten einstimmen. Man lernt in jedem Fall hinzu und wird gespiegelt.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

Barbara Rongen: Zum einen natürlich in der Familie, zudem betreibe ich seit langen Jahren intensiv eine koreanische Bewegungskunst (Shinson Hapkido) – wobei beides in der Startphase deutlich zu kurz kam, hier sehe ich Verbesserungsbedarf in meinem Zeitmanagement (welches ohnehin zu meinen Schwächen gehört). Innere Ruhe bekomme ich, wenn ich ein- bis zweimal pro Woche mit meinem Reitbeteiligungspferd durch Wiesen und Wald reite. Und ab und an genieße ich auch ganz exklusive Zeit für mich bei einem Café in der Stadt oder einem Kinobesuch, nur mit mir allein. Was ich früher interessanterweise nie gebraucht hätte!

 

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

 

Barbara Rongen: Meine große Schwester ist vermutlich mein größtes Vorbild: Sie gibt nie auf und wagt sich ständig in Neuland, ohne dabei ihren Kern und ihren Glauben zu verlieren. Sie lässt der Existenzangst nicht viel Raum!

 

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

 

Barbara Rongen: Oh, da bin ich Spezialistin drin, im Visionen haben! :) Manches wird Realität, manches bleibt ein Luftschloss …

Ein eigenes grünes Modelabel, designt von Pina, sie hat das Zeug dazu, uns fehlt nur das Kapital. Weitere Boutiquen in Tübingen z.B. speziell für ökologische Schuhe/Designermode/Kindersachen/Große Größen – da ist noch Bedarf. Oder in anderen Städten, die prädestiniert dafür wären.

 

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

 

NICHTS auf die leichte Schulter zu nehmen, bspw. in der anfänglichen Euphorie, möglichst alles vorher durchzuplanen und dies bestenfalls nicht nur mit den Spezialisten (IHK, Banken …) durchzusprechen, sondern ein oder gar zwei schon länger praktizierende Selbständige einzubinden, die einen am ehesten ohne eigene Interessen beraten können.

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

Unser Duo aus sehr unterschiedlichen Typen mit ausgleichenden Vor- und Nachteilen sowie unsere Vorbildung, unsere Freundlichkeit und gute Kontakte.

 

Welches Unterrichts-Fach halten Sie in einer Unternehmerinnen-Schule für unerlässlich?

 

BWL/Buchhaltung sowie persönliches Coaching auf mehreren Ebenen.

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

Wir verkaufen ökologische Kleidung, Accessoires, Schuhe. Für Männer und Frauen. Wo nötig aus Fairtrade. Des weiteren Upcycling-Produkte und vereinzelt selbstgemachte Sachen von jungen Designern. Basics, Streetwear und Businesskleidung. Wir scheinen eine gute Mischung zu haben, es kaufen Menschen zwischen 15 und 85 bei uns ein!

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

 

Auf Facebook unter „style afFAIRe“ sowie auf unserer Homepage www.styleaffaire.de. Online kann man übrigens auf der Plattform des Avocadostores (www.avocado.de) zunehmend Artikel aus dem Laden bestellen.

 

Unternehmerin des Monats April 2014

Barbara Pfaff-Muschler

 

Sie führt ihr Modegeschäft "Muschler Mode & More" in Mössingen seit 1991. 

Auf internationalen Modemessen spürt sie Trends auf und aktualisiert und verändert immer wieder ihr Modesortiment. Ihr Credo: Weltklasse-Looks funktionieren in der Kombination auch mit Preiswert-Mode, wenn man sie richtig mixt. "Muschler-Mode" führt die angesagte Mode in den Größen 34 bis 44-46. Accessoires, Tücher, Taschen, Gürtel und vieles mehr vervollständigen den perfekten Look.

 

Wir zeichnen Barbara Muschler als Unternehmerin des Monats aus, weil sie  sich stets und ständig neue Ziele setzt, in Bewegung ist und die Energie, mit der sie die Dinge anpackt, einfach beeindruckend ist. Mit ihrer Ausstrahlung, ihrer Lebensfreunde und ihrem Optimums steckt sie andere an. Bewundernswert ist der Mut, auch unangenehme Dinge anzugehen und eine Meinung zu vertreten. Auch ihren Mitarbeiterinnen gegenüber ist sie fair und loyal, ein Vorbild und eine tolle Führungskraft. 

All dies bringt sich auch als 1. Vorsitzende im Mössinger Handels- und Gewerbeverein ein. 

Letztes Jahr feierte sie ihren 60. Geburtstag – an’s Aufhören ist aber noch lange nicht zu denken.

 

Hier unsere Fragen an Barbara Pfaff-Muschler. (Für die Antworten bitte einfach jeweils die Frage anklicken.)

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

Die tägliche Herausforderung, den Zeitgeist zu erfassen und mich ständig zu informieren und zu gestalten.

 

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

 

Ich bin als leistungsorientierter Mensch durch die gegebenen Strukturen nicht in ein Beamtenverhältnis „vermittelbar“.

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

 

Sie müssen sich noch besser organisieren und brauchen eine große Disziplin.

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Nein.

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Die Netzwerke sind für den geschäftlichen Bereich, genau so wie für den privaten - vor allem, wenn Kinder betreut und versorgt werden müssen - unverzichtbar. Dies sind die Voraussetzungen für das Gelingen eines Unternehmens, auch in schwierigen Zeiten.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

Fashion is my profession … Beruf und Hobby verbinden sich. Sport, wo und wann es geht.

 

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

 

Ja, ich schätze viele Menschen, Männer und Frauen, nicht nur bekannte Personen. Es kann die verwitwete Frau um die Ecke sein, die ihren Alltag meistert und die Kinder bestens umsorgt.

 

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

 

Ich hoffe, ich kann die Marktveränderungen und das Einkaufsverhalten der Kundinnen erkennen und mein Konzept darauf abstimmen. 

 

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

 

Auf keinen Fall ein Geschäft mit einem Partner/Partnerin machen. Hat man Erfolg, so ist es MEIN Erfolg, ist man gescheitert, dann hat man auch das zu verantworten.

Einen guten Buisness- Plan.

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

Ein gutes Betriebs- und Arbeitsklima. Und den Humor nicht vergessen!

 

Welches Unterrichts-Fach halten Sie in einer Unternehmerinnen-Schule für unerlässlich?

 

Vieles …

Die Möglichkeiten der Altersvorsorge kennenlernen und nicht aus den Augen verlieren.

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

Wir verkaufen in unserem Modegeschäft alterslose Mode, wir ziehen an.

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

 

Sie finden mehr unter:

www.mode-muschler.de

(Die Seite wird derzeit gerade überarbeitet.)

 

Unternehmerin des Monats März 2014

Ariane Durian

 

Die CONNECT-Gruppe besteht aus dem Zeitarbeitsunternehmen CONNECT Personal-Service GmbH, einem weiteren Unternehmen das Aufgaben übernimmt, die Personalabteilungen outsourcen möchten, der CONNECT HR-Consulting GmbH und der CONNECTstiftung.
Neben den Personaldienstleistungen bietet Ariane Durian auch vieles an, was Arbeitnehmer, Studienabgänger und Schüler an Unterstützung für das Berufsleben benötigen.

 

Ariane Durian führt als geschäftsführende Gesellschafterin ein mittelständisches Unternehmen mit ca. 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an vier Standorten in Baden-Württemberg. 

 

Wir zeichnen Ariane Durian als Unternehmerin des Monats März 2014 aus, weil sie nicht nur ihr Unternehmen permanent weiterentwickelt, sondern zudem auch in zahlreichen Ehrenämtern tätig ist. Als Bundesvorsitzende des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. ist sie politisch und gesellschaftlich engagiert und kümmert sich um die Interessen von über 2.800 Mitgliedern. Ebenso ist sie als Europäische Botschafterin für Unternehmensgründungen aktiv. In ihrer 2008 gegründeten Stiftung engagiert sie sich außerdem im Bildungsbereich und fördert und initiiert schulische und außerschulische Projekte. Ziel ist die Stärkung persönlicher und sozialer Kompetenzen bei Schülern, Jugendlichen und Berufsanfängern.

 

Hier unsere Fragen an Ariane Durian. (Für die Antworten bitte einfach jeweils die Frage anklicken.)

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

Jeden Tag aufs Neue etwas zu bewegen, manchmal auch unkonventionell und frei zu gestalten und gemeinsamen mit meinen Mitarbeitern nach unseren Werten zu arbeiten, das ist jeden Tag aufs Neue ein wunderbares Gefühl.

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

 

Bereits in der ersten Woche meiner ersten Ausbildung zur Bürokauffrau, lange vor dem Studium, habe ich schon beschlossen, so schnell wir möglich als Unternehmerin meine Arbeit und damit auch mein Leben selbst und frei zu bestimmen.

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

 

Unternehmerinnen sind „normale“ Frauen. Sie arbeiten hart an sich selbst und mit Power und hoher Motivation an dem, was sie sich zum Ziel gesetzt haben. Hier unterscheiden sich Unternehmerinnen nicht von Müttern, Ehefrauen oder Arbeitnehmerinnen, die im klassischen Arbeitsverhältnis stehen. Mütter powern für ihre Kinder. Arbeitnehmerinnen, die sich für ihr Unternehmen und ihren Job begeistern, geben alles. Und der Spruch „hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau“ ist aus meiner Sicht richtig. Ehefrauen unterstützen an vielen Stellen ihre Männer. So wie „normale“ und hoch motivierte Frauen agieren und arbeiten, tun das Unternehmerinnen auch für ihre Ziele und vor allem auch für ihre Mitarbeiter.

  

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Nein! Ich sehe eher Unterschiede zwischen Unternehmern, die ihr eigenes Unternehmen gegründet haben, und Unternehmern, die in die Fußstapfen von Vätern oder „alten“ Unternehmern getreten sind.

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Netzwerken ist für mich sehr wichtig, da der Austausch mit Menschen, die in ähnlichen oder auch ganz anderen Bereichen unterwegs sind, einen immer wieder ein Stück weiterbringt. Beim Austausch innerhalb des Netzwerkes lernt man jedes Mal dazu, man findet manchmal im richtigen Moment Menschen, die einen unterstützen, die einen mit kreativem Austausch Input für neue Ideen, Veränderungen oder auch manchmal Hinweise für einen wichtigen Schritt „zurück“ geben.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

In meinem persönlichen Umfeld, sei es bei Freunden aus meinen Ehrenämtern, sei es in meinem privaten Leben, gibt es viele Momente, die mir einen Blick auf ein anderes Umfeld geben. Ich habe zuhause eine kleine Minilandwirtschaft aufgebaut. Sie besteht auch Pferden, Hühnern und einem Hund. Diese Welt ist eine komplett andere als meine berufliche Welt, wobei es manchmal in ungewöhnlichen Momenten eine Überschneidung gibt. Man weiß in meinem Netzwerk von meinen privaten Hobbies. Das führte auch einmal dazu, dass ich in einer hochkarätigen Veranstaltung spontan angesprochen wurde, ob ich nicht einen Platz wüsste, in dem sich die kleinen Hasen, die das Kind meines Gesprächspartners, das das Haus inzwischen verlassen hat, wohlfühlen könnten.

 

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

 

Meine Vorbilder sind nicht nur eine Frau Merkel, sondern auch Frauen, wie Frau Kühnast oder auch eine Alice Schwarzer, wobei ich nicht hinter allen Inhalten stehe. Für mich ist bei diesen drei Frauen wichtig: die Persönlichkeit, die Überzeugung und die Stärke, mit der sie ihre Ziele und Visionen versuchen zu erreichen und zu leben.

 

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

 

Meine Vision ist es nach 25 Jahren Unternehmertum auch mal einen Schritt zurückzugehen und neue Ideen für die nächsten 25 Jahre zu entwickeln.

 

 

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

 

Ohne Ängste zu starten, Vertrauen in sich zu haben und bereit sein, sich permanent weiterzuentwickeln und zu verändern.

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

Wichtig ist es, eigene Vorstellungen und Werte zu leben und nicht aufzugeben. Wenn man diese aufrecht erhält, wird man als Persönlichkeit und auch als „Gesicht“ wahrgenommen. Man wirkt authentisch und überzeugend, das gibt potentiellen Kundenunternehmen und auch Mitarbeitern Vertrauen und Sicherheit und stärkt die Qualität der Zusammenarbeit.

 

Welches Unterrichts-Fach halten Sie in einer Unternehmerinnen-Schule für unerlässlich?

 

Deutschunterricht, da dies die Grundlage für Kommunikation ist und junge Menschen befähigt, andere Menschen zu verstehen und sich auszutauschen.

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

Die CONNECT Personal-Service GmbH vermittelt Zeitarbeit im kaufmännischen, akademischen Bereich.
Bei der Personalvermittlung im akademischen Bereich liegt der Schwerpunkt im IT, Ingenieur- und in der Recruitierung von Spezialisten.

 

Die CONNECT HR-Consulting GmbH erbringt Dienstleistungen, die eine Personalabteilung outsourcen möchte. Z.B.:
Bewerbermanagement, Outplacement, Coaching, Schulungen- und Weiterbildungskonzepte und deren Umsetzung. Wir erstellen Konzepte und Beratungsdienstleistungen für alle Themen, die die Personalabteilung betreffen.

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

 

Sie finden mehr unter:

www.connect-personal.de
www. Connect-hr-consulting.de
www.connect-stiftung.de
und unter
www.ig-zeitarbeit.de. Im Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen, einem Arbeitsgeberverband, vertrete ich als Bundesvorsitzende die Interessen von 2800 kleinen und mittelständischen Zeitarbeitsunternehmen.

 

Unternehmerin des Monats Februar 2014

Dr. Dr. Saskia Biskup

 

Die CeGaT GmbH, Center for Genomics and Transcriptomics, wurde 2009 mit Sitz in Tübingen gegründet. Es handelt sich dabei um ein Biotechnologie-Unternehmen, das es sich als medizinischer Dienstleister zur Aufgabe gemacht hat, bei Patienten die genetische Ursache einer Erkrankung mittels Analyse und Interpretation der genomischen Daten aufzuklären.

 

In nur vier Jahren ist es Saskia Biskup mit ihrem Unternehmen gelungen, die Verfahren zur Entschlüsselung von Erbinformationen und deren Interpretation zu revolutionieren. So konnte die Dauer einer umfassenden Genuntersuchung von bis zu zwei Jahren auf vier Wochen reduziert werden. Die daraus resultierende Methode der Diagnostik-Panels erlaubt es, sämtliche, für eine Krankheit in Betracht kommenden Gene gleichzeitig aufzuschlüsseln. „Damit leistet CeGaT einen Beitrag zur Verbesserung der Therapien von Krankheitsbildern“ – so die Jury des Deutschen Gründerpreises in ihrer Entscheidung für die Auszeichnung 2011 in der Kategorie Start-up. 2013 erhielt Saskia Biskups CeGaT die Auszeichnung als als „Entrepreneur des Jahres“. Damit hat sie die beiden wichtigsten Wirtschaftspreise erhalten.

 

Saskia Biskups hohe Innovationskraft, ihr Mut und ihr erfolgreiches unternehmerisches Handeln gepaart mit einem stark ausgeprägten Team-Gedanken machen sie zu unserer „Unternehmerin des Monats“.

 

Hier unsere Fragen an Saskia Biskup. (Für die Antworten bitte einfach jeweils die Frage anklicken.)

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

 

Die wissenschaftliche Forschung mit der Praxis zu verbinden und somit Patienten schneller und gezielter helfen zu können. Es ist ein tolles Gefühl, mit dem jungen Team der CeGaT unabhängig arbeiten zu können.

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

 

In erster Linie bin ich Ärztin und Wissenschaftlerin. Was die CeGaT anbietet, ist so speziell, und mit unserer Idee waren wir in unserer Branche die Vorreiter dieser Methode. Da mussten mein Mann und ich die Chance ergreifen und uns selbständig machen.

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

 

Ideen gibt es sehr viele, sie aber zu definieren und umzusetzen benötigt meiner Meinung und Erfahrung nach sehr viel Antrieb, Durchhaltevermögen und Mut. Dies ist jedoch unabhängig vom Geschlecht.

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

 

Eigentlich sehe ich keine Unterschiede. Was Unternehmer generell auszeichnet, ist eine ungeheure Leidenschaft und der Glaube an die eigene Idee - auch gegen große Widerstände.

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

 

Netzwerken ist ungeheuer wichtig. Da könnten Männer aufgrund ihrer Überzahl Vorteile haben. Meine Erfahrung aber ist, wenn „netzwerken“ Spaß macht - und dazu gehört eben auch am Wochenende und am Abend auf Veranstaltungen zu gehen - dann ist man als Frau überall willkommen.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

 

Ich brauche zum Ausgleich sehr viel Sport. Ich spiele gern Tennis mit meiner Mannschaft und gehe oft Joggen. Die Ablenkung entweder in Turnieren oder durch lange Unterhaltungen beim Laufen helfen mir, neue Kraft zu tanken.

 

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

 

Ich bewundere Menschen, die durch ihre Leidenschaft Dinge bewegen und Verantwortung übernehmen. Wenn sie dabei auf dem Boden bleiben und über sich selbst lachen können, dann beeindruckt mich das sehr.

 

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

 

Meine Vision ist, dass jeder Patient ganzheitlich gesehen wird in seiner Individualität und Einzigartigkeit. Um jeden Patienten optimal behandeln zu können, ist das Wissen um seine genetischen Veränderungen unbedingt notwendig. Mit Hilfe unserer Diagnostik können wir in großem Maße dazu beitragen. Um den Anforderungen und vielen Zusendungen gerecht zu werden, bauen wir zurzeit ein neues Büro- und Laborgebäude in Tübingen, welches Mitte 2014 fertig wird. Damit werden uns noch einmal völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Wir werden weiter Arbeitsplätze schaffen und dem Markt neue und innovative Produkte anbieten können.

 

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

 

Niemals aufgeben, auch wenn einem Steine in den Weg gelegt werden. Das sollte man eher als Motivation sehen. Für uns war es in den ersten beiden Geschäftsjahren sehr schwer. Keiner kannte uns, und unsere Idee technisch umzusetzen, war alles andere als einfach. Existenzängste waren täglich vorhanden, aber wir haben nicht aufgegeben. Heute geben uns unsere über 60 Mitarbeiter soviel Kraft zurück, dass ich mich jeden Tag freue, in die Firma zu kommen.

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

 

Ich bin immer optimistisch und sehe jede Krise als Chance. Konkurrenz motiviert mich besonders. Ich glaube, dass man nur als Team erfolgreich sein kann. Jeder hat unterschiedliche Qualifikationen und bringt diese mit ein. Innerhalb des Teams glaube ich an jeden einzelnen Mitarbeiter.

 

Welches Unterrichts-Fach halten Sie in einer Unternehmerinnen-Schule für unerlässlich?

 

Führen lernen und Kommunikation halte ich für besonders wichtig.

 

Was hätten Sie sich beim Besuch einer Unternehmerinnen-Schule besonders gewünscht?

 

Je mehr Verantwortung man hat, desto wichtiger werden die soft skills. Da, denke ich, gibt es meistens zu wenig Ausbildung.

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

 

Veränderungen im Erbgut können schwerwiegende Erkrankungen auslösen. Um diese zu identifizieren, bieten wir, die CeGaT, medizinische Analyse- und Sequenzierdienstleistungen für Patienten und deren Familien an. Neben der Diagnosesicherung können dadurch Therapieentscheidungen unterstützt und der Krankheitsverlauf beeinflusst werden. CeGaT nutzt für die Diagnostik-Panels den neuesten Stand der Technologie, um alle Gene, die mit einer Erkrankung assoziiert sind, parallel zu analysieren.

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

 

www.cegat.de

 

Unternehmerin des Monats Januar 2014

Angela Mayer

Ihr Unternehmen, die LeuchtenGalerie, verkauft Leuchten international anerkannter Hersteller, Marken und Designer/innen und erstellt und realisiert Lichtkonzepte für den Wohn- und Objektbereich.

 

Für Angela Mayer sind Leuchten viel mehr als eine Lichtquelle. In ihrer „LeuchtenGalerie“ ist sie Herrin über 1200 wunderbare Objekte in verschiedenen Formen und ausgewählten Materialien, von namhaften Designern und Herstellern mit hohem Qualitätsanspruch aus der ganzen Welt. Neben den modernen LED-Leuchten und den klassischen Design-Ikonen schätzt sie die von japanischen Designern entworfenen Leuchten.

Mit Ihrem Team ermutigt sie Kunden, individuelle Licht-Akzente zu setzen. „Denn Licht beeinflusst, wie wir Räume wahrnehmen, was wir tun, wo wir einkaufen, wie es uns zuhause und bei der Arbeit geht“, sagt sie. Und: „Jeder Kunde hat einen anderen Zugang zu Licht.“ Ob stimmungsvoll oder zweckmäßig, ob verspielt oder sachlich - Angela Mayer berät kompetent, plant und entwirft individuelle Beleuchtung. Seit über 30 Jahren führt sie die „LeuchtenGalerie“, die aus einem Elektrogeschäft hervorgegangen ist, das vor über 100 Jahren gegründet wurde. Innovativ, vielseitig interessiert und immer offen für Neues, für Architektur, Räume und Menschen – das zeichnet Angela Mayer aus. Und deshalb zeichnen wir sie aus.

 

Hier unsere Fragen an Angela Mayer. (Für die Antworten bitte einfach jeweils die Frage anklicken.)

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

Durch meine Selbständigkeit bin ich in meinen Entscheidungen unabhängig. Ich kann meine eigenen Schwerpunkte setzen, meine Stärken nutzen, experimentieren und mir mein Arbeitsfeld so gestalten, wie ich es mir vorstelle. Und ich kann mit meinem Mitarbeiter-Team auf sehr persönlicher Ebene zusammenarbeiten.

 

Private Aktivitäten wie Museumsbeuche, Reisen, besonders Reisen nach Japan sind für meine Firma eine Bereicherung und viele geschäftliche Aktivitäten sind für mich persönlich ein ideeller Gewinn. Ich kann in meinem Beruf meine Passion für Licht leben. Da die Bereiche Architektur, Kunst, angewandte Kunst, Design, Ethnologie, Philosophie, Psychologie, Soziologie, Physik, Medizin, Chemie, Biologie und Mathematik für das Thema "Licht" eine große Rolle Spielen, muss ich in meinem Beruf vielseitig interessiert sein. 

 

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

Zunächst war ich nach meinem Studium Lehrerin im Beamtenverhältnis. Meine Fächerkombination Mathematik und Sport in der Hauptschule und die gesamte Fächerpalette in der Grundschule war interessant und die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern machte mir große Freude. Als Lehrerin hatte ich gewissermaßen eine Führungsposition und musste diese empfindsam zum Wohl der mir anvertrauten Jugendlichen einsetzen. 

Als sich meine Lebensumstände änderten, entschied ich mich, als geschäftsführende Gesellschafterin in die LeuchtenGalerie einzutreten, die Beamtenlaufbahn aufzugeben und als selbständige Unternehmerin zu arbeiten.


Bei meiner unternehmerischen Tätigkeit kann ich auf Erfahrungen aus meiner pädagogischen und psychologischen Ausbildung zurückgreifen. Meine Erziehung in einem weltoffenen Elternhaus ermöglichte es mir schon früh, mich mit Architektur, Kunst, Ballett, Innenarchitektur, fremden Ländern und Kulturen auseinanderzusetzen und mich davon inspirieren zu lassen. Dieses frühe Interesse kommt mir in meiner heutigen Tätigkeit sehr zugute. Meine Arbeit als Unternehmerin bietet mir die Freiheit, Neigungen und Beruf zu vereinbaren.

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

Meine folgenden Aufzählungen passen auf viele Nicht-Unternehmerinnen ebenso wie auf Unternehmerinnen. Das gilt für Frauen, die sich im privaten Bereich um Familie kümmern, Angestellte in Berufen, die ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein fordern und ebenso ehrenamtlich tätige Frauen.


Eine Unternehmerin hat Freude daran, Verantwortung zu übernehmen.
Sie akzeptiert, dass ein großer Teil der Freizeit dem Beruf untergeordnet werden muss.
Sie hat Interesse an der Kooperation mit anderen Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen.
Sie ist teamfähig.
Sie kann delegieren.
Sie schenkt den Mitarbeitern und den Geschäftspartnern Vertrauen.
Sie schaut gerne über den Tellerrand und lässt sich von anderen Disziplinen inspirieren.
Sie hat die Finanzen im Blick, da sie nicht nur für sich sondern auch für die Mitarbeiter /innen Verantwortung trägt.

Sie hat einen ausgeprägten Willen, eine Geschäftsidee mit Beständigkeit und Beharrlichkeit zu verfolgen.

Sie denkt positiv und lässt sich von Erfolgen motivieren und von Misserfolgen nicht demotivieren.
Sie muss bereit sein und die Fähigkeit haben, die Firma in der Öffentlichkeit zu repräsentieren.
Sie geht in ihrer Freizeit vielen Aktivitäten nach, die neue Impulse für die Firma bringen.
Sie muss die Fähigkeit besitzen, Familie und Beruf in Einklang zu bringen.

  

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

Allgemein wird Männern in Führungspositionen eine größere Risikobereitschaft und Frauen die stärkere emotionale, soziale und sprachliche Kompetenz nachgesagt. Bei einem verantwortungsvollen, zeitgemäßen Führungsstil gibt es nur marginale Unterschiede. Viele Verhaltensweisen sind weder weiblich noch männlich, sondern entstehen aus der Situation heraus, die ein bestimmtes Verhalten fordert oder begünstigt. In meiner Tätigkeit begegne ich Unternehmern, die ein hohes Maß an emotionaler, sozialer und sprachlicher Kompetenz besitzen und Unternehmerinnen, die eine hohe Risikobereitschaft haben.


Unternehmerinnen mit eigener Erfahrung bezüglich Vereinbarkeit von Familie, Kindererziehung und Beruf werden vermutlich sensibler auf die speziellen Wünsche und Bedürfnisse berufstätiger Frauen mit Kindern eingehen. In den nächsten Jahren werden sich die Grenzen zwischen weiblichen und männlichen Führungsstilen immer mehr annähern. Wenn es mehr weibliche Aufsichtsräte, Unternehmerinnen und Frauen in Führungspositionen gibt, vor allem die, die Beruf und Familie vereinbaren, kann das Ermutigung und Orientierung für die nachfolgende Generation sein.


Bei vielen Firmen, mit denen ich zu tun habe, stelle ich keine Unterschiede fest, ob Unternehmerinnen oder Unternehmer die Firmen führen, entscheidend ist die Kompetenz.

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

Netzwerken ist für mich grundsätzlich wichtig und erleichtert die Arbeit. Ich bervorzuge, wenn mein Netzwerk zwanglos und zufällig entsteht. Als Unternehmerin muss ich ein Gespür haben, wo ich aus Gründen des Networkings Präsenz zeigen muss.


Durch das Interesse an dem Beruf und den angrenzenden Feldern, die neben der eigenen Tätigkeit spannend sind, ergeben sich viele Möglichkeiten zum Austausch und zu Kooperationen. Als aktiver Mensch gehe ich zu vielen Veranstaltungen aus den unterschiedlichsten Bereichen, die mich persönlich interessieren und mich für meine Arbeit motivieren und voranbringen. Bei diesen Gelegenheiten ergeben sich interessante Gespräche und Kontakte, die zu einer Zusammenarbeit führen. Charisma, Herzlichkeit, eine freundliche Offenheit und eine besondere persönliche Note sind für mich mehr Wert, als zwanghaftes Networking. Beim Abwägen, was für das eigene Netzwerk gut ist und was nicht, werden häufig die vielen Möglichkeiten übersehen, die sich spontan ergeben. Man muss den Kontakt suchen zu den engagierten, aufgeschlossenen, kreativen Ansprechpartnern und Ansprechpartnerinnen, die in ihren Bereichen Dinge bewegen.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

Meinen Ausgleich finde ich in meiner Familie, in der Beschäftigung mit der Kultur Japans, bei Städtereisen, bei Spaziergängen am Meer und Wanderungen in den Bergen. Meine Hobbies sind Ballett, aktiv wie auch als Zuschauerin, Ski laufen im Winter, Tennis spielen im Sommer und Klavier spielen, wenn es mein Terminkalender erlaubt.

 

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

Den Philosophen und Nobelpreisträger Rabindranath Tagore, dessen Verse mir in vielen Lebenslagen Leitmotive sind;


den Schriftsteller Tanizaki Jun´ichiro, der mit seinem Buch „Lob des Schattens“ sensibel die Unterschiede zwischen östlicher und westlicher Kultur um 1930 aufzeigte und dessen Buch noch heute viele Lichtplaner inspiriert;


den amerikanischen Lichtkünstler James Turrell, der das natürliche Licht in seine Installationen integriert;


den Bildhauer Isamu Noguchi, der sich intensiv mit Licht und Lichtskulpturen beschäftigt hat, dessen Arbeiten noch heute viele Lichtgestalter/innen inspiriert und der bis ins hohe Alter kreativ tätig war;

 

den Designer Ingo Maurer, der als genialer deutscher Designer für sein Gesamtwerk den begehrten italienischen Designpreis Compasso d´Oro gewonnen hat;


die spanische Designerin Patrizia Urquiola, die als „ Interior-Queen“ von A&W zur Designerin des Jahres 2012 ausgewählt wurde;


den Staatsmann Nelson Mandela, der uns aus aktuellem Anlass wieder ins Bewusstsein gerückt wurde und mit dessen Ideen und Visionen ich mich voll identifiziere.

“Ein Staatsmann mit einer Botschaft, die in allen Ländern und zu aller Zeit Gültigkeit hat“ so wurde Angela Merkel zitiert. „ Mandela war der inspirierendste Mensch seiner Generation“, so wurde Queen-Gitarrist Brian May zitiert. (Zitate: Schwäbisches Tagblatt, 7. Dezember 2013)


last but not least mein Mann, meine Tochter und mein Sohn.



 

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

Meine Vision ist:

Es werden bei ausgezeichneter Lichtqualität und Ästhetik immer mehr Leuchten entwickelt, die in hohem Maß energieeffizient sind.
Inhabergeführte Firmen im Leuchtenbereich sind weiterhin erfolgreich am Markt.
In einigen Jahren gibt es mehr Unternehmerinnen, da es genügend Kindertagesstätten und Ganztags-Schulen gibt.
Auf einer meiner Japanreisen kann ich in dem von James Turrell gestalteten „Lighthouse“ übernachten.
Bei ausgezeichneter geistiger und körperlicher Gesundheit bin ich noch lange aktiv und kreativ.

 

 

Was hätten Sie sich beim Besuch einer Unternehmerinnen-Schule besonders gewünscht?

Italienisch oder in meinem Fall Japanisch als Fremdsprache, Theatersport, Pantomime, spanischen Tanz, Bogenschießen, psychologische Seminare zu den unterschiedlichsten Themen, Bildbearbeitungsprogramme.

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

Wir verkaufen Leuchten für spezielle Lichtsituationen und erstellen und realisieren komplette Lichtkonzepte für Projekte im privaten und öffentlichen Bereich. Im Rahmen eines vorgegebenen Budgets erarbeiten wir zusammen mit den Bauherrinnen und Bauherren stimmige und individuelle Lösungen.

 

Grundlage der Lichtkonzeptionen sind Aspekte der Ästhetik und Originalität, aktueller Lichttechnik, Qualität des Lichtes, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Das Sortiment stellen wir im Team auf den internationalen Lichtmessen zusammen. 

 

Unsere Inspiration zu unserer Arbeit finden wir auf zahlreichen Reisen zu Designateliers, Fabrikationsbetrieben, Messen und Designausstellungen. Meine Japanreisen und das Interesse für die besondere japanische Ästhetik, Kultur und Architektur bietet viele Anregungen für unsere Projekte.

 

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

Sie finden mehr von meiner Firma unter
www.leuchtengalerie.com
www.tagblatt-anzeiger.de „Der Abschied von der Glühlampe“
www.tagblatt.de „Die Galerie der 1200 Leuchten“

 

Unternehmerinnen des Monats Dezember 2013

Nadine Antic und Seda Erkus

 

Die GlobalFlow Wertstoffmanagement GmbH entwickelt Konzepte und technische Lösungen zur Abfallvermeidung für Gewerbekunden, wodurch aktiv ein Beitrag zum Umweltschutz und zur Kostensenkung geleistet wird. Das Unternehmen ist darauf spezialisiert, andere Unternehmen bei der Optimierung der Entsorgungsstrukturen zu unterstützen und Verschwendungen zu vermeiden. Ob Maschinenbauer, Krankenhaus oder Textilindustrie – für jeden Kunden erarbeitet GlobalFlow individuelle Lösungsvorschläge.

 

 

Für ihr innovatives Firmenkonzept haben Nadine Antic und Seda Erkus den Gründerpreis für Nachhaltigkeit erhalten. Ihre neueste Entwicklung, das Projekt SeNa Flora, bei dem es um eine innovative Entsorgungstechnik für natürliche Abfälle geht, ist nicht nur spannend, sondern auch kaufmännisch sehr interessant.
 

Weil sie sich als Frauen und Unternehmerinnen in einer von Männern dominierten Umgebung durchgesetzt haben, zeichnen wir sie aus als "Unternehmerin des Monats". 

 

 

 

Hier unsere Fragen an Nadine Antic und Seda Erkus. (Für die Antworten einfach jeweils die Frage anklicken):

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

Antic: Die Möglichkeit des selbstbestimmten Agierens erfüllt mich am meisten. Ich bekomme direkt die Auswirkungen meines Handelns zu spüren und kann ungebremst Dinge umsetzten. Des Weiteren motiviert mich die Tatsache, gemeinsam mit unseren Kunden einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

 

Erkus: Dass ich etwas bewegen, neu gestalten und entwickeln kann. Ich sehe mit jedem Projekt, mit jeder Tat das Ergebnis, das ich zusammen mit meiner Kollegin eigenständig aufgebaut habe. Genau das ist die größte Erfüllung für mich.

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

Antic: Wir hatten die Idee und haben uns gedacht: Wenn nicht jetzt, dann nie.

 

Erkus: Das war ehrlich gesagt eine spontane, dennoch gut überlegte Entscheidung. Wir haben noch während des Studiums das Potenzial in den Unternehmen erkannt und direkt im Anschluss an unser Studium die GlobalFlow GmbH gegründet. Für uns der ideale Zeitpunkt: Wenn wir es zu diesem Zeitpunkt nicht getan hätten, dann vermutlich nie. Im Nachhinein kann ich sagen: Seit der Gründung haben wir unglaubliche Persönlichkeiten kennengelernt, unser Netzwerk um wichtige Menschen aus Politik und Wirtschaft erweitert und unbezahlbare Erfahrung gesammelt. In einem Angestelltenverhältnis hätten wir all das innerhalb dieser kurzen Zeit wohl eher nicht erlebt.

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

Antic: Ich bin mir nicht sicher, ob ein Unterschied zu „normalen Frauen“ besteht. Wir sind vielleicht etwas risikofreudiger und kämpfen gerne für unseren Erfolg. Der Unterschied besteht wohl darin, dass wir das für unsere Unternehmen und nicht für einen Arbeitsgeber machen.

 

Erkus: Im Grunde sind Unternehmerinnen ja auch „normale Frauen“, nur risikofreudiger, erfolgsorientierter und fleißiger. 

 

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

Antic: Ich denke, es besteht kein Unterschied an der unternehmerischen Leistung von Frauen im Vergleich zu den männlichen Kollegen. Meiner Ansicht nach haben Frauen jedoch eine andere Art und Weise etwas anzugehen und denken anders als Männer. Das lässt sich jedoch nicht auf das Unternehmertum einschränken.

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

Antic: Sehr wichtig. Ein sehr wichtiger Baustein für unseren unternehmerischen Erfolg.

 

Erkus: Das Netzwerken spielt eine zentrale Rolle in unserem unternehmerischen Erfolg und ist in keinster Weise zu unterschätzen. 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

Antic: Seit meinem siebten Lebensjahr mache ich Judo. Neben dem Sport verbringe ich meine Zeit am liebsten in der Familie oder mit Freunden.

 

Erkus: Auch ich mache Sport und verbringe, wenn möglich, viel Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden.  

Haben Sie ein Vorbild und wenn ja, wen?

Antic: Angela Merkel



 

Welche Vision haben Sie für die nächsten Jahre?

Antic: Unternehmerisch: Weiterhin ein erfolgreicher, gesunder und stabiler Aufbau der GlobalFlow GmbH und die erfolgreiche Entwicklung unserer Entsorgungsanlage für biogene Abfälle.
Privat: eine gesunde und glückliche Familie.

 

Erkus: Ein gesundes und stabiles Wachstum der GlobalFlow GmbH und die erfolgreiche Entwicklung unserer Entsorgungsanlage für biogene Abfälle. 

 

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

Antic: Glauben Sie an Ihre Idee, halten Sie unbedingt durch, wenn es schwer wird und nehmen Sie konstruktive Kritik von außen an.

 

Erkus: Glauben Sie auch an sich – auch oder vor allem in schwierigen Zeiten. Und haben Sie den Mut, sich trotz möglicher kritischer Einwände durchzusetzen.  

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

Antic: Ich denke, dass wir uns treu bleiben, an unseren Werten festhalten, ehrlich sind und vor allem viel und hart arbeiten.

 

Erkus: Trotz der vielen Arbeit setzen wir uns aber dennoch notwendige Grenzen und „Erholungsphasen“. Außerdem nehmen wir jede Herausforderung an und wachsen mit ihr. 

Welches Unterrichts-Fach halten Sie in einer Unternehmerinnen-Schule für unerlässlich?

Antic: Eine Begrenzung würde ich hier nicht vornehmen. Heute würde ich sagen, dass alle Fächer Ihre Berechtigung haben. Hätte ich diese Erkenntnis bereits zu meiner Schulzeit gehabt, hätte ich das ein oder andere Mal doch besser aufgepasst.

 

Erkus: BWL

Was hätten Sie sich beim Besuch einer Unternehmerinnen-Schule besonders gewünscht?

Antic und Erkus: Den Hinweis auf die typischen Fettnäpfchen, die einem während einer Gründung begegnen.

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

Antic und Erkus: Wir haben es uns als Ziel gesetzt, Abfälle noch vor ihrer Entstehung zu vermeiden. Dies ist jedoch der Idealfall, der leider nicht immer umgesetzt werden kann. Sofern die Entstehung der Abfälle nicht mehr vermieden werden kann, engagieren wir uns dahingehend, wertvolle Rohstoffe in den Kreislauf zurückzuführen. Dabei ist unser Zielkunde die produzierende Industrie, die mitunter als größter Abfallverursacher weltweit gilt.


Um Abfälle zu vermeiden betrachten wir die Strukturen unserer Kunden von der Produktentwicklung, über die Beschaffung, den Produktionsprozess bis hin zur Entsorgung. Dabei stehen wir unseren Kunden beratend zur Seite und haben stets die in den Abfällen enthaltenen Werte im Fokus:
- In der Produktentwicklung helfen wir unseren Kunden dabei, die Produkte möglichst recyclinggerecht zu gestalten.
- Im Bereich der Beschaffung ist es das Ziel, ausschließlich Material einzukaufen, das eine 100%-ige Anwendung findet ohne im Nachgang als Abfall aus dem Unternehmen zu scheiden. Eine wichtige Rolle spielt hier ebenfalls die Wiedereinsetzbarkeit diverser Utensilien und Materialien.
- Auch der Produktionsprozess wird auf Kundenwunsch dahingehend optimiert, dass möglichst kein Materialausschuss entsteht.
- In der Entsorgung an sich wird darauf geachtet, die Prozessschritte so zu gestalten, dass der Abfall in möglichst hochwertige Fraktionen gesammelt wird, die optimalerweise nochmals genutzt werden können, bevor sie sich in der Entsorgung wiederfinden. Des Weiteren gilt es die Strukturen so zu verändern, dass die Mitarbeiter entlastet, Wege reduziert und Kosten eingespart werden können. Ein besonders wichtiger Aspekt ist ebenfalls die Evaluierung passender Entsorgungswege, z.B. gibt Entsorger A gewisse Kunststoffe in die Verbrennung, währenddessen ein anderer Entsorger in der Lage ist, das Material erneut auf dem Sekundärmarkt einzusetzen.

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

www.global-flow.de

 

Unternehmerin des Monats November 2013

Silke Brucklacher

Sie führt in Reutlingen mit "Wörner Dessous" einen Laden für Frauen, die sich so annehmen mögen, wie sie sind: groß, klein, dick, dünn, wild, sanft ... Auf jeden Fall mit viel Lust am Leben und schöner Wäsche! Sie berät junge Mädchen und Frauen bei der Auswahl des richtigen BHs und bietet neben Dessous auch Bademoden an.

 

Silke Brucklacher führt mit Humor, Stil und viel Energie ihr Wäschegeschäft. Mit den von ihr entwickelten Körbchen-Kursen bringt sie Frauen in ganz Baden-Württemberg und in der Schweiz alles über Passformen und Größenbestimmungen von BHs sowie Rückenentlastung, Körpersprache und Schönheitsidealen bei. Denn wie sie sagt: "70% aller Frauen tragen die falsche BH-Größe – und das kann sich auf das körperliche und psychische Wohlbefinden der Frauen auswirken.“ Sie entwickelte den besonderen Sport-BH "Mela Meloni", der von Ärzten und Physiotherapeuten empfohlen wird. 

 

 

Hier unsere Fragen an Silke Brucklacher. (Für die Antworten einfach jeweils die Frage anklicken):

 

Sie sind Unternehmerin. Was ist darin die größte Erfüllung für Sie?

Das Gefühl zu haben, sich seine Zeit selbst einteilen zu können.

 

Wie sind Sie dazu gekommen, nicht Beamte oder Angestellte, sondern Unternehmerin zu werden?

Ich war in der Schule zu schlecht, um zu studieren.

 

Was, denken Sie, unterscheidet Unternehmerinnen von "normalen Frauen"?

Sie gehen nicht ihrer Arbeit nach, um ihre Freizeit zu finanzieren. Sondern der Job allein ist der Antrieb.

  

Sehen Sie Unterschiede zwischen Unternehmern und Unternehmerinnen?

Männer scheinen oft mehr ins Risiko zu gehen.

 

Wie wichtig ist Netzwerken für Sie?

Es war wichtig! Heute halte ich mich eher zurück.

 

Wo finden Sie Ihren Ausgleich, was ist Ihr Hobby?

In der Natur! Sei es zu Fuß oder Pferd.

 

Was würden Sie Unternehmerinnen am Anfang mit auf den Weg geben?

Frau darf die viele Arbeit nicht scheuen. Und man muss auch Niederlagen wegstecken können.

 

Was ist Ihr Erfolgs-Rezept?

Auf das Bauchgefühl vertrauen. Und: Ein Alleinstellungsmerkmal am Markt herausarbeiten.

 

Und nun noch mal im Detail: Was genau macht Ihr Unternehmen?

Es gibt Frauen, die ihr Leben lang die falsche BH-Größe tragen und es nicht wissen. Bei "Wörner Dessous" haben wir uns darauf spezialisiert, über unsere eingehende Beratung erst die richtige BH-Größe zu ermitteln und dann nach dem passenden Modell in unseren Schubladen zu schauen. 

 

Wo finden wir noch mehr über Sie im Internet?

http://www.woerner-dessous.de